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Importeure kontra Verheugen

23.06.2008  11:37 Uhr

Importeure kontra Verheugen

PZ / Der Bundesverband der Arzneimittel-Importeure (BAI) wehrt sich gegen Vorschläge des EU-Kommissars Günther Verheugen (SPD), die er beim Hauptstadtkongress in Berlin vorgetragen hatte. Verheugen hatte zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen ein Verbot der Neuverpackung oder Etikettierung von Arzneimitteln durch Parallelimporteure angeregt. Der BAI-Vorstandsvorsitzende und Apotheker Andreas Mohringer warf Verheugen vor, sein Vorhaben mit unzutreffenden Daten zu begründen. Seit Markteinführung preisgünstiger Importarzneimittel in Deutschland vor über 30 Jahren habe es keinen Fall von Arzneimittelfälschungen gegeben. Mohringer vermutete, es gehe vielmehr darum, wirtschaftliche Interessen der Pharmaindustrie durchzusetzen. Bundesregierung, Krankenkassen und Apothekerschaft bestätigten laut Mohringer, dass Arzneimittelfälschungen nicht als preisgünstige Importarzneimittel auf den Markt gelangten. Die eigentliche Gefahr gehe vom illegalen Versandhandel vor allem per Internet aus.

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