Pharmazeutische Zeitung online
BPhD-Tagung

Volles Programm in Frankfurt

23.05.2018
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BPhD / Die 124. Bundesverbandstagung (BVT) des BPhD fand am Himmelfahrtswochenende an der Universität Frankfurt am Main statt. Neben Wahlen und Antragsberatung gab es ein umfang- reiches Programm mit Workshops und einer Podiumsdiskussion. Zudem wurden die besten Ausbildungsapotheken 2017 gekürt.

Nach der Eröffnung der Tagung durch den BPhD-Präsidenten Max Willie Georgi und Christian Dündar, Beauftragter für Bildung und Tagung, folgte ein Grußwort der Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, Ursula Funke. Anschließend fand der Festvortrag »Keith Richards und Osteoarthrose – Wenn die Gelenke schmerzen« von den Professoren Dr. Theo Dingermann und Dr. Dieter Steinhilber statt.

 

Insgesamt zehn Anträge sowie zwei Dringlichkeitsanträge wurden auf der Delegiertenversammlung von den Mitgliedern abgestimmt. Neben Satzungsänderungen und Arbeitsaufträgen an den Vorstand wurde die Mitgliedschaft des BPhD im Verein Apotheker ohne Grenzen beschlossen, welche die enge Zusammenarbeit der beiden Vereine unterstreichen soll. Des Weiteren ­haben sich die Delegierten des BPhD dafür ausgesprochen, dass sich die Pharmaziestudierendenverbände der Länder Österreich (AFÖP), Schweiz (asep) und Deutschland (BPhD) in Mendoza, Argentinien, auf dem IPSF World Congress für die gemeinsame Ausrichtung des Weltkongresses im Jahre 2020 bewerben sollen. Hierfür stehen noch die Zustimmungen der Mitglieder von AFÖP und asep aus.

 

Wunsch nach einheitlichen Chemikalienkosten

 

Die Satzung wird dahingehend geändert werden, dass das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht. Somit liegen auch die Amtszeiten nicht mehr zwischen den Delegiertenversammlungen im Mai und November, sondern werden zukünftig vom 1. Januar bis 30.  Juni und vom 1. Juli bis zum 31. Dezember dauern. Zudem wird sich der Vorstand des BPhD um einen Antrag mehrerer Fachschaften kümmern, in dem eine vereinheitlichte Regelung für Geräte- und Chemikalienkosten während des Pharmaziestudiums an allen Standorten gefordert wird. Hier soll der Vorstand in Zusammenarbeit mit den Fachschaften sowohl eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation machen, als auch nach rechtlichen Grundlagen forschen, um dem Wunsch der Pharmaziestudierenden nachzukommen.

 

Auf der BVT wurden fünf Vorstandsämter sowie der Ehrenausschuss, bestehend aus drei Personen, neu besetzt. Das Amt des Beauftragten für Recht und Datenschutz, welches zuvor von Jonas Isenhuth aus Regensburg bekleidet wurde, wird zukünftig von Jan Seelbach aus Frankfurt ausgeführt. Svenja Kristin Hilgenberg, ebenfalls aus der Fachschaft Frankfurt, löst Hannah Esser als Beauftragte für Jungpharmazeuten ab. Norman Tietje aus Braunschweig wird der Nachfolger von ­Patrick Panzer als Generalsekretär und somit zweiter Vorsitzender des Vereines. Aleksandar Milosevic aus München wurde nach Christian Dündar aus Marburg zum neuen Beauftragten für Bildung und Tagung gewählt und übernimmt somit die Organisation der Veranstaltungen des Vereines. Johannes Kaminski wird nun von Laura Weiß aus Würzburg abgelöst, welche als Beauftragte für Internes für die Kommunikation mit den Vereinsmitgliedern verantwortlich ist. Der Ehrenausschuss, zuvor bestehend aus Karsten Wabbel (Halle/Saale), Sophia Gassenschmidt (Freiburg) und Stephan Tang (Marburg), wurde ebenfalls neu gewählt. Karsten Wabbel und Sophia Gassenschmidt haben sich wieder zur Wahl gestellt und wurden erneut Teil des Ehrenausschusses. Neues Mitglied des Ehrenausschusses ist Franziska Möllers (Bonn), die von 2014 bis 2016 Präsidentin des Vereines war.

 

Die Delegierten konnten zwischen sechs verschiedenen Workshops wählen. Dazu gehörten neben dem Fachschaften-Diskussionsforum und dem LEO-Workshop (Local Exchange Officer des Student Exchange Programme des IPSF) auch die Themen »CHERanking«, »Meditricks«, »Service in öffentlichen Apotheken in Europa« und »Ein Workshop entsteht«, welcher sich mit der interprofessionellen Arbeit beschäftigte. Weiterhin gab es ein sogenanntes OpenSpace, in dem sich die Delegierten zu verschiedensten Themen austauschen und verschiedene Stationen durchrotieren konnten. Die Ergebnisse wurden anschließend vor dem Plenum von den Teilnehmern vorgestellt und werden nun vom Vorstand bearbeitet.

 

Arzneimittelpreise als Diskussionsthema

Wie auf jeder Sommer-BVT fand eine Podiumsdiskussion statt. Diese hatte das Thema »Arzneimittelpreisbildung« und wurde von Daniel Rücker, Chefredakteur der Pharmazeutischen Zeitung, moderiert. Weiterhin nahmen Constantin Hauser, Beauftragter für Gesundheitspolitik des BPhD, Dr.  Thorsten Hoppe-Tichy, Leiter der Krankenhausapotheke Heidelberg und Fachapotheker für Klinische Pharmazie und Pharmazeutische Analytik, sowie Jochen Schmitt, selbstständiger Apotheker und Mitglied des Finanzausschusses der Landesapothekerkammer Hessen, teil. Diese Diskussion zeichnete sich vor allem durch die Einbeziehung der Studierenden aus.

 

Das Patient Counselling Event, ein Beratungswettbewerb, fand ebenfalls statt. Hierbei belegten Karolin Rhein aus Marburg und Hanna Gorges aus Mainz den ersten Platz. Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die Verleihung der Ehrennadel des BPhD an Daniel Kersten, Karsten Wabbel, Christian Roth und Nils Winkhoff.

 

Beste Ausbildungs- apotheken 2017

 

Last but not least wurden auch die besten Ausbildungsapotheken 2017 im Rahmen der Veranstaltung genannt. Seit ­einigen Jahren führt der BPhD ganzjährig die ständige Evaluation der empfehlenswerten Aus­bil­dungs­apo­theken durch. Diese Bewertung der Ausbildungsapotheke wurde auf Grundlage der Leitlinie zum dritten Ausbildungsabschnitt der Bundesapothekerkammer konzipiert.

 

Auch im vergangenen Jahr waren die Pharmazeuten im Praktikum wieder fleißig. Ungefähr 180 Bögen wurden für 2017 eingereicht, in denen etwa 110 Apotheken bewertet wurden. Die besten Ausbildungsapotheken im Bereich Offizin sind die »Gode Wind«-Apotheke in Hamburg, die Apotheke im Gesundbrunnen-Center in Berlin und die Apotheke Johannstadt in Dresden Die besten Ausbildungsapotheken im Bereich Krankenhaus sind die Klinikapotheke des Universitätsklinikums Hamburg-­Eppendorf, die Apotheke der Kliniken des Landkreises Heidenheim und die Apotheke des Klinikums ­Oldenburg. /

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