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Alliance Boots steigert Gewinn

21.05.2013
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Von Verena Arzbach, London / Das britische Unternehmen Alliance Boots konnte im Geschäftsjahr 2012/2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Gewinnsprung erzielen. Bis Ende März 2013 sei der Gewinn um 25 Prozent auf 875 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen in London mit. Der Umsatz des Konzerns war hingegen um 2,6 Prozent auf etwa 26,5 Milliarden Euro gefallen.

Das Tochter-Unternehmen Alliance Healthcare Deutschland, ehemals Andreae-Noris Zahn AG (Anzag), trug rund 4 Milliarden Euro zum Jahresumsatz bei, 1 Prozent weniger als im Geschäftsjahr davor. Der Marktanteil der Alliance Healthcare GmbH in Deutschland ist von knapp 16 Prozent auf etwa 15,4 Prozent gesunken.

Der Konzern liegt damit hinter Phoenix, Noweda und Gehe auf Platz 4 der deutschen Großhändler. Im Dezember 2010 hatte der Mutterkonzern Alliance Boots die Anzag übernommen, seit April diesen Jahres firmiert das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main unter dem Namen Alliance Healthcare Deutschland.

 

Leistungen ausbauen

 

Laut Alliance-Boots-Vorstandschef Stefano Pessina ist es nicht Ziel der Alliance Healthcare, Marktführer in Deutschland zu werden. Es gelte vielmehr, die aktuelle Position am Markt zu verteidigen. Das deutsche Unternehmen will sich dabei nicht nur auf das Großhandelsgeschäft beschränken, sondern – wie es bereits Boots-Unternehmen in Frankreich und Großbritannien vormachen – sein Angebot in Zukunft weiter ausbauen. »Der pharmazeutische Großhandel bleibt aber das Rückgrat der Alliance Healthcare Deutschland«, betonte Thomas Trümper, Vorstandschef der deutschen Gesellschaft. Große Gewinne ließen sich in Deutschland mit diesem Geschäft allein allerdings nicht mehr erzielen. Der Konzern vertreibt bereits eigene Kosmetik- und Medizinprodukte auf dem deutschen Markt, folgen sollen Serviceleistungen für pharmazeutische Unternehmer, um beispielsweise kleinen ausländischen Firmen den Zugang zum deutschen Markt zu erleichtern. Die Einführung der Alliance-Boots- eigenen Generikamarke Almus ist für Deutschland jedoch nicht geplant.

 

Die Kette Alliance Boots betreibt weltweit etwa 370 Großhandelsniederlassungen sowie circa 3500 Geschäfte mit Drogerieartikeln und Arzneimitteln. Größter Aktieninhaber von Alliance Boots ist seit dem vergangenen Jahr die US-Drogeriekette Walgreens, die bis 2015 den restlichen Anteil übernehmen wird. Für Deutschland schloss Trümper das Modell einer Apotheken- und Drogeriekette jedoch eindeutig aus: Die Alliance Healthcare Deutschland setze weiterhin auf die selbstständige Apotheke als Partner. /

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