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Bayer

Pharmageschäft beschert gute Bilanz

04.03.2014
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PZ/dpa / Angetrieben durch ein glänzendes Pharmageschäft hat der Bayer-Konzern in seinem Jubiläumsjahr 2013 eines der besten Ergebnisse in der Unternehmensge­schich­te erwirtschaftet. Über einen Zukauf will das Unternehmen künftig auch auf dem Gebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) Fuß fassen.

Unter dem Strich verdiente der Chemie- und Pharmariese im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden Euro, ein Anstieg von mehr als 32 Prozent, wie das Unternehmen bei der Bilanzvorlage in Leverkusen mitteilte. Der Konzernumsatz erhöhte sich demnach leicht und überschritt erstmals knapp die Schwelle von 40 Milliarden Euro.

 

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Vorstandschef Marijn Dekkers zuversichtlich: Man sei optimistisch und plane eine weitere Verbesserung von Umsatz und Ergebnis, sagte er. Bei seiner positiven Einschätzung stützt sich Dekkers vor allem auf das Pharmageschäft. Schon im vergangenen Jahr hatte der zur Gesundheitssparte HealthCare gehörende Pharmazweig des Unternehmens die Umsatzerlöse um mehr als 9 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro gesteigert.

 

Dass im Pharma- und Gesundheitsgeschäft derzeit bei Bayer alles rund läuft, hatte das Unternehmen erst kurz vor Bilanzvorlage bewiesen, als der geplante milliardenschwere Zukauf des norwegischen Krebsmittelherstellers Algeta perfekt gemacht wurde. Mit der Akquisition will Bayer seine Geschäfte in der Onkologie ausbauen. Verstärken wollen sich die Leverkusener zudem bei rezeptfreien Medikamenten mit der Übernahme des chinesischen OTC-Unternehmens Dihon.

 

Die Dihon Pharmaceutical Group produziert chemische und pflanzliche Medikamente für den chinesischen und südasiatischen Markt, darunter auch einige TCM-Präparate. »Durch diese Akquisition können wir eine führende Position unter den multinationalen Unternehmen in der OTC-Industrie in China einnehmen«, kündigte Dekkers in einer Pressemitteilung an.

 

Einstieg ins TCM-Geschäft

 

»Gleichermaßen wichtig ist für uns hierbei der Einstieg in das Gebiet der traditionellen chinesischen Medizin, die etwa die Hälfte des OTC-Segments im chinesischen Markt ausmacht und gut akzeptiert ist«, ergänzte Olivier Brandicourt, Vorstandsvorsitzender von Bayer Healthcare. Ob und wann Bayer TCM-Produkte von Dihon Pharmaceuticals auch auf dem deutschen Markt einführen wird, sei noch unklar, teilte eine Pressesprecherin auf Nachfrage der Pharmazeutischen Zeitung mit. /

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