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Neuer oraler Gerinnungshemmer zugelassen

24.05.2011
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Von Annette Mende / Der orale Faktor-Xa-Hemmer Apixaban (Eliquis®) hat von der EU-Kommission die Zulassung zur Thromboseprophylaxe nach elektiven Hüft- oder Kniegelenksoperationen erhalten.

Die Zulassung basiert auf zwei Studien mit insgesamt mehr als 8000 Patienten, in denen Apixaban sich zur Prävention venöser Thrombo­embolien als effektiver erwies als das niedermole­kulare Heparin Enoxaparin. Die Blutungsneigung war unter Apixaban nicht höher als unter dem Vergleichsmedikament, berichten die Eliquis-Hersteller Bristol-Myers-Squibb und Pfizer in einer Pressemitteilung.

 

Die Behandlung mit Apixaban wird innerhalb von 12 bis 24 Stunden nach der Operation begonnen. Die Dosierung beträgt 2,5 Milligramm zweimal täglich. Eine Dosis­anpassung an Gerinnungs­parameter oder Leberfunktion ist nicht erforder­lich. Nach Hüftgelenksoperationen sollte die Therapie 32 bis 38 Tage fortgesetzt werden, nach Kniegelenksoperationen reichen 10 bis 14 Tage. Apixaban erweitert das Spektrum der neuartigen oral verfügbaren Antikoagulanzien, von denen in Deutschland bisher der Thrombin-Inhibitor Dabigatran (Pradaxa®) und der Faktor-Xa-Hemmer Rivaroxaban (Xarelto®) verfügbar sind. / 

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