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Apobank

Zurück von der Intensivstation

16.04.2013
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Von Daniel Rücker, Frankfurt am Main / Wie viele Banken hat auch die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) schwere Jahre hinter sich. Das Geschäftsjahr 2012 hat nun wieder die Erwartungen von Vorstandssprecher Herbert Pfennig erfüllt.

Bei einer Bank, deren Kunden vor allem Heilberufler sind, will sich auch der Vorstandssprecher nicht dem Branchenjargon entziehen. »Unsere Laborwerte sind wieder im Normbereich«, bilanzierte Pfennig bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main den Zustand der Bank nach dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2012. Mit einem Überschuss von 45 Millionen Euro habe die Apobank einen Gewinn erwirtschaftet, der über dem des Vorjahres und wieder auf dem Niveau vor der Finanzkrise liege.

Nachdem das Institut kurzfristig auf der Intensivstation eingeliefert werden musste, hätten nun Genesung und Reha die Bank zu neuen Kräften gebracht, umschrieb der Apobank-Chef die Entwicklung der vergangenen Jahre. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise hatten riskante Spekulationen und Immobiliengeschäfte die Bank in Schieflage gebracht.

 

Pfennig zeigte sich nicht nur mit dem Gewinn der Bank zufrieden. Positiv entwickelt habe sich auch die Zahl der Kunden. Sie lag Ende 2012 bei 365 000 und damit rund 5000 über dem Vorjahres­niveau. Auch bei den Mitgliedern hat die Apobank um 500 auf nunmehr 100 332 zugelegt. Für die Mitglieder dürfte wohl die wichtigste Meldung sein, dass die Dividende weiter bei 4 Prozent liegen wird. Diesen Wert wolle man in den nächsten Jahren halten, sagte Finanzvorstand Thomas Siekmann.

 

Pfennig sieht in dem Ergebnis auch eine Bestätigung für das Programm »Vorwerts«. Dessen Bestandteile sind das neue Beratungskonzept, mit dem die Kunden immer entsprechend ihrer jeweiligen Lebenssituation angesprochen werden sollen und eine Effizienzsteigerung bei gleichzeitigem Kostenabbau.

 

Auch nach Siekmanns Einschätzung steht die Apobank auf einer guten wirtschaftlichen Basis. Im vergangenen Jahr konnte die Bank ihre Eigenkapitalquote um 1,4 Prozentpunkte auf 14,4 Prozent steigern. Damit hat sich die Ausgangsbasis für die Erfüllung der neuen Eigenkapitalregeln, auch Basel III genannt, weiter verbessert. Zudem wurden im vergangenen Jahr durch den Abbau riskanter Finanzprodukte die Risiken reduziert. Siekmann und Pfennig gehen davon aus, dass sie die Basel-III-Vorgaben ohne weitere Sparprogramme erreichen können. Sie sehen für die Bank noch deutliche Wachstumschancen. So sollen in Zukunft mehr Geschäftskunden als bislang ihre privaten Bankgeschäfte über die Standesbank abwickeln. /

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