Pharmazeutische Zeitung online

Biotech-Branche wächst stabil

17.04.2012  16:46 Uhr

PZ / Deutsche biotechnologische Unternehmen wachsen weiterhin stabil. Nach einer Analyse der Beratungsgesellschaft Ernst & Young lag der Umsatz die Biotech-Unternehmen mit Stammsitz in Deutschland im vergangenen Jahr bei 1,09 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für Forschung und Entwicklung gaben die Firmen 783 Millionen Euro aus, ein Plus von 4 Prozent. »Die deutsche Biotech-Branche leidet zwar nach wie vor unter erheblichen Finanzierungsproblemen«, sagte Studienautor Siegfried Bialojan. Allerdings gelinge es den Unternehmen zunehmend, trotz eines schwachen Kapitalzuflusses operativ gute Ergebnisse vorzuweisen: »Die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zeigen eine gesunde und stabile Entwicklung der Branche.«

 

Diagnostik im Fokus

 

Die 397 deutschen Biotech-Firmen beschäftigen rund 10 000 Mitarbeiter. In ihren Pipelines stecken zurzeit 304 potenzielle Wirkstoffe, von denen sich 143 in der klinischen Phase befinden. Den ersten Zulassungserfolg seit Mai 2009 gab es vergangenen September: 5-Aminolävulinsäure (Ameluz® von Biofrontera) soll als Gel bei aktinischen Keratosen der Kopfhaut und im Gesicht zum Einsatz kommen. 2011 brachen die Firmen insgesamt 27 Projekte ab, aufgrund mangelnder Wirkung der Substanzen oder Unternehmensübernahmen. Trotz der stabilen Pipeline entfernen sich laut Bericht viele Firmen von der forschungs- und kostenintensiven Wirkstoffentwicklung und konzentrieren sich stärker auf die Diagnostik und Dienstleistungen. /

Mehr von Avoxa