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Nervenverödung senkt Blutdruck dauerhaft

11.04.2018  10:06 Uhr

Von Annette Mende / Bei Patienten, deren Bluthochdruck sich auch mit einer Kombination aus mehreren Medikamenten nicht ausreichend senken lässt, stellt die renale Denervierung (RDN) eine wirksame und sichere Behandlungs­option dar.

 

Der systolische Blutdruck dieser Patienten reduziert sich nach ­einer RDN signifikant und anhaltend. Das wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim deutlich. Dort wurden erste Ergebnisse einer Nachbeobachtung von Patienten vorgestellt, die sich vor mindestens drei Jahren einer RDN unterzogen hatten.

 

Bei dem auch als renale Sympathikusablation bezeichneten Verfahren werden Nervenfasern, die von der Niere zum Gehirn führen und für eine Dauer­aktivierung des Sympathikus sorgen, durch Hitze verödet. Der Eingriff erfolgt über einen Katheter, der durch die Leistenarterie in die Niere geschoben wird.

 

Weltweit werden Patienten nach einer RDN im sogenannten SYMPLICITY-Register erfasst. In Deutschland sind es bislang insgesamt 2237 Patienten, teilt die DGK mit. Eine erste Auswertung berücksichtigte sicherheitsrelevante Daten von 1199 Patienten sowie Blutdruckwerte von 872 Patienten. Demnach war drei Jahre nach der RDN der systolische Blutdruck bei Messung in der Arztpraxis um durchschnittlich 16,5 mmHg und der über 24 Stunden ambulant gemessene Langzeit-Blutdruck um 8,0 mmHg gesunken.

 

Laut DGK gelten etwa 5 bis 15 Prozent der Hypertoniker als therapie­resistent. Sie brauchen meist eine Kombination aus vier oder mehr verschiedenen Wirkstoffen, um normale Blutdruckwerte zu erreichen. Durch eine RDN soll die Zahl der benötigten Wirkstoffe und/oder deren Dosis gesenkt werden. /

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