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Digitales Marketing

Möglichkeiten verstärkt nutzen

13.04.2016
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18. PZ-Management-Kongress in Palma de Mallorca / Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft bietet für Apotheker neue Möglichkeiten des Marketings. »Hier stecken Chancen für die Anpassungs­fähigen der Branche drin«, machte Florian Giermann, Geschäftsführer des Softwareunternehmens Awinta, deutlich. Der Zwang zu Veränderungen im System würde dabei vom Kunden ausgehen.

Derzeit seien in der IT-Branche drei Megatrends zu beobachten: Einer von diesen ist die zunehmende Miniaturisierung. »Alles wird kleiner und leistungsfähiger«, sagte Giermann. Ein heutiges Smartphone habe eine höhere Rechenleistung als ein Computer vor zehn Jahren.

 

Dies ermöglicht einen zweiten Megatrend, nämlich die Zunahme des »mobile computing«, das mit der Einführung des ersten Smartphones seinen Anfang nahm. »Dies hat den Markt in weniger als zehn Jahren komplett verändert«, sagte Daniela Hildebrand, Marketingleiterin bei Awinta. Unterwegs zu surfen, Apps und Wearables zu nutzen, ist mittlerweile normal geworden.

Der dritte Megatrend ist Big Data, die Sammlung und Auswertung von riesigen Datenmengen zu verschiedenen Fragestellungen. Diese Entwicklung bietet auch Möglichkeiten für das Marketing in Apotheken, führte Hildebrand aus. So zeigen Auswertungen des Tools »Google Trends«, dass das Interesse am Suchbegriff »Apotheke« in den vergangenen Jahren stetig zugenommen hat, vor allem in den Kombinationen »Apotheke Öffnungszeiten« und »Apotheke in meiner Nähe«. »Ihre Kunden suchen Sie, das ist prinzipiell gut«, sagte Hildebrand.

 

Um auch gefunden zu werden, gebe es einige Tricks, sagte die Referentin. Ein wichtiger Tipp sei, die Apotheke bei »Google My Business« einzutragen und dort alle wichtigen Informationen wie Öffnungszeiten und Kontaktdaten zu hinterlegen. Auch ein Bild kann in das Profil eingefügt werden. Hilfreich sei hierbei auch, den Unique Selling Point der Apotheke, zum Beispiel bestimmte fachliche Spezialisierungen, zu nennen.

 

Eine weitere Marketing-Option für Apotheken, die derzeit noch wenig genutzt werde, biete Facebook. Ist eine Apotheke hier aktiv, sollte sie regelmäßig posten und auch spannenden Inhalt bieten. Durch die Möglichkeit der Automatisierung bedeute dies einen überschaubaren zeitlichen Aufwand. Bei Facebook gebe es auch die zusätzliche Option, Werbung an definierte Zielgruppen zu senden, berichtete Hildebrand. Diese ist aber kostenpflichtig. /

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