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Kein erhöhtes Risiko unter Celecoxib

03.04.2007
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Kein erhöhtes Risiko unter Celecoxib

Von Wolfgang Kämmerer

 

Einige nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) und COX-2-Hemmer wurden kürzlich in Studien mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko in Zusammenhang gebracht. Eine an der Universität von Connecticut durchgeführte Metaanalyse konnte dies für Celecoxib allerdings nicht bestätigen (1).

 

Das Team um Dr. William White wertete Daten von 45.282 Patienten aus, die wegen Osteoathritis, rheumatoider Athritis, ankylosierender Spondylitis, Rückenschmerzen oder Alzheimer-Erkrankungen mit Celecoxib, NSAR oder Placebo behandelt wurden. Der zusammengesetzte Studienendpunkt beinhaltete die Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse (nicht tödlich verlaufener Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Tod durch ein kardiovaskuläres Ereignis).

 

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7462 Patienten erhielten über 1268 Patientenjahre Celecoxib (200 bis 800 mg täglich) versus Placebo bei  4057 Patienten (585 Patientenjahre).

19.773 Patienten (über 5651 Patientenjahre) erhielten täglich 200 bis 800 mg Celecoxib versus 13 990 Patienten (über 4386 Patientenjahre) mit NSAR (Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen, Ketoprofen oder Loxoprofen).

 

Ergebnisse: Die Inzidenz kardiovasklärer Ereignisse unterschied sich weder zwischen Celecoxib und Placebo noch zwischen Celecoxib und NSAR signifikant. Weder die Dosierung von Celecoxib noch eine zusätzliche Acetylsalicylsäure-Einnahme noch die Existenz kardiovaskulärer Risikofaktoren hatten einen Einfluss auf dieses Ergebnis.

 

Fazit

 

In dieser Metaanalyse konnten keine signifikanten Unterschiede in der Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse zwischen Celecoxib und NSAR festgestellt werden. Auch gegenüber Placebo konnte kein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Celecoxib festgestellt werden.

 

 

Literatur: (1) White, W. B. et al., Am J Cardiol 99 (2007) 91-98.

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