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Souverän auftreten

»Finden Sie sich richtig gut!«

28.03.2018
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Wer souverän auftreten möchte, sollte sich unbedingt seine Stärken vor Augen führen. Das hat ABDA-Pressesprecher Dr. Reiner Kern den Teilnehmern des PZ-Managementkongresses mit auf den Weg gegeben. Entscheidend sei demnach vor allem die innere Haltung zur eigenen Person. »Finden Sie sich richtig gut«, riet Kern. Keinesfalls jedoch dürfe das zu Überheblichkeit ­führen.

 

Um sich auf eine stressige Situation vorzubereiten, könne es zudem helfen, diese vorab im Kopf immer wieder durchzuspielen. »Das übt und hat Einfluss darauf, wie wir uns später tatsächlich schlagen.« Lampenfieber sei dabei völlig normal und könne sogar helfen, sich besser auf das Thema zu konzentrieren. Übertreiben sollte man es dabei aber nicht. »Seien Sie ruhig aufgeregt, aber bloß nicht panisch.«

Meist ist der erste Eindruck besonders entscheidend. Lediglich 100 bis 300 Millisekunden benötige ein Mensch, um ein erstes Urteil über eine Person zu fällen, so Kern. Und diese Bewertung habe Einfluss darauf, wie das weitere Auftreten wahrgenommen wird. Nach rund drei bis vier Minuten stehe schließlich ein gefestigter Eindruck, der so schnell nicht zu revidieren sei. Das sei meist nur nach längeren und wiederholten Kontakten möglich.

 

Ob wir eine Person als kompetent und souverän wahrnehmen, hat viel mit nonverbaler Kommunikation zu tun. So spielen etwa Gestik und Körperhaltung eine große Rolle. Beides aber lässt sich nicht in jedem Fall kontrollieren und so läuft diesbezüglich vieles unter­bewusst ab. Ebenso formen unterbewusste Prozesse zu einem großen Teil den Eindruck, den eine Person bei uns hinterlässt.

 

Es hat also gar keinen Sinn, zu versuchen, all diese Mechanismen zu kon­trol­lieren. Für den souveränen Auftritt sei daher vielmehr eine gelassene und positive Grundhaltung ausschlaggebend, so Kern. »Sie sollten immer heiter in eine stressige Situation gehen.« Dabei könne es durchaus helfen, zu lächeln, auch wenn einem gerade nicht danach ist. Treten Konflikte auf, sei es wichtig, sachlich zu argumentieren und persönlichen Angriffen keine Chance zu geben. Es müsse immer darum gehen, Interessen zu verhandeln und keine starren Positionen. Nur dann könnten am Ende kreative Lösungen und Win-win-Situationen stehen.

 

Wer doch einmal einen verpatzten Auftritt hinlege, dürfe sich davon nicht unterkriegen lassen. Niemand sei perfekt, sagte Kern. »Wichtig ist nur, dass Sie erfolgreich scheitern und aus der Situation lernen.« /

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