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Streit um Beitragssatz

08.04.2008
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Streit um Beitragssatz

PZ / Die Prognosen über die zukünftige Höhe des Beitragssatzes in der Gesetzlichen Krankenversicherung liegen weit auseinander. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt kann gar nicht anders als an Stabilität zu glauben, schließlich hat sie die Finanzreform der Krankenkassen, den Gesundheitsfonds, selbst auf den Weg gebracht. Dagegen spekuliert der KKH-Chef und Fonds-Gegner Ingo Kailuweit in der »Bild«-Zeitung mit einem Beitragssatz von annähernd 20 Prozent - allerdings erst im Jahr 2018. Schmidt widersprach Kailuweit vehement. Sie rechnet damit, dass die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung erstmals seit Ende der 90er-Jahre über mehrere Jahre hinweg stabil bleiben werden. Die Regierung legt als Folge der Gesundheitsreform im Herbst dieses Jahres zum ersten Mal einen Einheitsbeitrag für alle Kassen fest. Dieser werde voraussichtlich über mehrere Jahre gelten, sagte Schmidt der »Wirtschaftswoche«. Der Beitrag gilt zum 1. Januar 2009. Kassen, die nicht mit dem Einheitssatz auskommen, müssen bei ihren Versicherten Zusatzprämien erheben. Gut wirtschaftende Kassen können Beiträge zurückzahlen. Zur Höhe des Einheitssatzes mochte sich Schmidt erneut nicht äußern. Einnahmen und Ausgaben der Krankenversicherung im Jahr 2009 seien noch nicht klar.

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