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Neues Brustkrebsgen entdeckt

08.04.2008  17:36 Uhr

Neues Brustkrebsgen entdeckt

PZ / Proteine der AKAP-Familie stehen schon länger unter Verdacht, an der Entstehung von Krebs beteiligt zu sein. Unter Leitung von Privatdozentin Dr. Barbara Burwinkel aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum erbrachten Wissenschaftler in einer internationalen Studie für die Entstehung von Brustkrebs nun den Nachweis. Zusammen mit dem Deutschen Konsortium für familiären Brust- und Ovarialkrebs wurden sechs Mutationen untersucht, wobei zwei davon, beide auf dem Gen AKAP9 gelegen, in Zusammenhang mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko stehen. Frauen, die die Varianten in beiden Kopien ihres AKAP9-Gens aufweisen, haben ein um 17 Prozent erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Liegt zudem eine familiäre Häufung von Brustkrebs vor, steigt das Risiko auf 27 Prozent, berichten die Forscher im »Journal of the National Cancer Institute« (Band 100, Seite 1). Damit sei die Auswirkung zwar nicht so stark wie bei den bereits bekannten Mutationen in den Erbanlagen BRCA-I und BRCA-II, dafür komme sie viel häufiger in der Bevölkerung vor. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass die beiden Varianten auch das Risiko für Lungen- oder Dickdarmkrebs steigern.

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