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Graduiertenschule BIGS DrugS

Strukturiert zur Promotion in Bonn

11.03.2014  09:37 Uhr

Von Miriam Schlenk / 2010 startete im Pharma-Zentrum Bonn das universitätsinterne Verbundprojekt »Bonn International Graduate School of Drug Sciences (BIGS DrugS)«, das Doktoranden im Bereich Arzneimittelforschung strukturiert zur Promotion führt. Der zweite Jahrgang der BIGS DrugS hat das Programm erfolgreich absolviert.

Die Bonner Pharmazeutin Professor Dr. Christa E. Müller und der Mediziner Professor Dr. Alexander Pfeifer haben die Graduiertenschule »Bonn International Graduate School of Drug Sciences« (BIGS DrugS) als interdisziplinäres Verbundprojekt der Medizinischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn gegründet. Das »Bonn International Graduate Schools (BIGS)« System stellt eine übergeordnete Dachstruktur für strukturierte Graduiertenprogramme an der Universität Bonn dar.

 

Die BIGS DrugS verfolgt das Ziel, allen Dok­to­ran­­den im Bereich Arzneimittelforschung eine strukturierte Promotion zu ermöglichen und optimale Forschungs- und Ausbildungsbe­din­gun­gen zu bieten. Die BIGS DrugS-Doktoranden werden durch einen Hauptbe­treu­er (Doktor­mutter/-vater) und einen Co-Betreuer wissen­schaftlich in ihren Forschungsprojekten angeleitet und betreut. Darüber hinaus durchlau­fen die Doktoranden ein dreijähriges Ausbil­dungs­programm und werden in Jahrgänge eingeteilt. Zur Ausbildung gehören Workshops, Kolloquien (Pharmazeutisches Kolloquium der Universität Bonn, Jahrgangs­kol­loquium der Doktoranden), die Vorlesungsreihe »Arznei­mittel­ent­wick­lung/Drug Development« sowie die aktive Teilnahme an einem nationalen oder internationalen Symposium. Die BIGS DrugS finanziert sich über diverse Ressourcen; dazu gehören unter anderem Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Bundesminis­te­ri­ums für Bildung und Forschung (BMBF). Im BMBF-Verbundprojekt »BIGS DrugS – translationale und innovative Arzneimittelforschung« werden seit Oktober 2013 auch ausgewählte Forschungs­projekte der Doktoranden finanziell gefördert. Mögliche Interessenten für eine Promotion in Bonn finden unter www.pharmazentrum.uni-bonn.de weitere Informationen. /

Das sind gut 1,4 Milliarden Euro mehr als Ende 2015. Je nach Kassenart entwickelten sich die Finanzen zwar sehr unterschiedlich, grundsätzlich verzeichneten aber alle Kassen einen Einnahmenüberschuss. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen führten dabei mit 935 Millionen Euro, die Ersatzkassen hatten 321 Millionen Euro, die Betriebskrankenkassen rund 29 Millionen Euro Überschuss, die Knappschaft-Bahn-See 100 Millionen Euro und die landwirtschaftliche KV 34 Millionen. Lediglich die Innungskrankenkassen wiesen ein Defizit von 33 Millionen Euro aus.

 

Gute Beschäftigungslage

 

Auch der Gesundheitsfonds verzeichnete 2016 ein Defizit. Mit 865 Millionen Euro fiel dies aber weit geringer aus, als noch im Vorjahreszeitraum: Da betrug der Ausgabenüberhang rund 2,46 Milliarden Euro, unter anderem weil der Bund für 2015 seinen Zuschuss einmalig um rund 2,5 Milliarden Euro gekürzt hatte. Das niedrigere Defizit ist aber auch der Zunahme sozialversicherungspflichtiger Jobs geschuldet. Zudem ist die Zahl der Versicherten durch die Zuwanderung deutlich angestiegen.

 

Positive Nachrichten gibt es auch bei den Ausgaben je Versicherten: Mit einem Anstieg von 3,3 Prozent meldet das BMG den niedrigsten Ausgabenzuwachs seit 2012. Er liegt damit sogar leicht unter der Prognose des Schätzerkreises von Oktober 2016. Dieser war von einem Anstieg von 3,4 Prozent ausgegangen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, den Versicherte auf den regulären Kassenbeitrag zu leisten haben, war daraufhin für 2017 konstant bei 1,1 Prozent veranschlagt geblieben.

 

Arzneimittelausgaben

 

Bei den Arzneimitteln scheint sich der Kostenanstieg ebenfalls zu verlangsamen. Kletterten die Ausgaben je Versicherten im Jahr 2014 noch um 9,4 Prozent und in 2015 um 4 Prozent nach oben, so lag der Zuwachs 2016 bei 3,1 Prozent. Einen wesentlichen Anteil an der Kostendämpfung haben dabei die Rabattverträge mit den Pharmaherstellern. Demnach konnten die Kassen 2016 ihre Rabatterlöse um 7,8 Prozen­t steigern und durch Preisnachlassvereinbarungen rund 3,85 Milliarden einsparen (2015: 3,61 Milliarden Euro).

 

Angesichts der GKV-Finanzentwicklung fordert die Pharmabranche von der Politik ein Ende von Preisregulierungen. »Diese Finanzentwicklung lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Zwangsmaßnahmen wie das Preismoratorium gegen die pharmazeutische Industrie gehören abgeschafft«, so Martin Zentgraf, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie. /

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