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15.03.2011  18:05 Uhr

Trend zu Großpackungen

 

PZ / Deutschlands Ärzte haben 2010 mehr Großpackungen verordnet als im Vorjahr, so das Ergebnis einer Auswertung des Marktforschungsunternehmens Insight Health. Demnach blieb die Anzahl der Verordnungen mit 676,5 Millionen relativ stabil (minus 0,1 Prozent), während die reale Verbrauchsmenge um 2,1 Prozent stieg. Durchschnittlich erhielt jeder gesetzlich Krankenversicherte 9,7 Verordnungen. Knapp drei Viertel der Medikamente verschrieben Allgemeinärzte und Internisten. Gespart wurde vor allem an Erkältungspräparaten und Impfstoffen. Die Verordnungen patentgeschützter Medikamente gingen um 3,3 Prozent auf 51,5 Millionen zurück. Generika inklusive Biosimilars legten um 1 Prozent auf 438,2 Millionen zu.

 

Zoll: Weniger Fälschungen

 

PZ / Der deutsche Zoll verzeichnet erstmals einen deutlichen Rückgang an gefälschten Produkten. 2010 beschlagnahmten die Beamten Arzneimittel, Textilien, Uhren und andere Produkte im Wert von fast 96 Millionen Euro. Das geht aus der Jahresbilanz des deutschen Zolls hervor. 2009 waren es noch 364 Millionen Euro gewesen. Der Spitzenwert lag 2007 bei 1,17 Milliarden Euro. Dabei ist keineswegs die Zahl der Beschlagnahmungen zurückgegangen. Es fielen den Zollbeamten jedoch häufiger billige gefälschte WM-Fanartikel und seltener teure Uhren-Plagiate und gefälschter Schmuck in die Hände. Der Wert beschlagnahmter Arzneimittel lag im vergangenen Jahr bei knapp 1 Million Euro und damit unter den Zahlen der Vorjahre. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wollte trotz des deutlichen Rückgangs keine Entwarnung geben. 

 

Fink falsch zitiert

 

PZ / In der Berichterstattung zum Pharmacon Davos hatte die Pharmazeutische Zeitung ein Zitat der Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Erika Fink, falsch wiedergegeben. Fink hatte bei der berufspolitischen Diskussion entgegen dem Artikel nicht gesagt, Kosmetik gehöre nicht in die Apotheke. Vielmehr hatte sie festgestellt, dass Kosmetikbehandlungen nicht in Apotheken vorgenommen werden sollten. Zahlreiche Kosmetika seien eindeutig beratungsbedürftig, stellte Fink jetzt klar. Sie seien deshalb fraglos in der Apotheke richtig aufgehoben.

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