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Versandapotheken

Jeder Zweite bestellt im Netz

15.03.2011
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Von Stephanie Schersch / Jeder Zweite hat schon einmal Arzneimittel im Internet bestellt. Das geht aus einer Internetumfrage des Online-Marktforschungsinstituts Marketagent hervor. Günstige Preise, flexible Einkaufzeiten und das bequeme Bestellen von zu Hause aus waren dabei die häufigsten Argumente für den Kauf im Netz.

Zwar gaben fast 70 Prozent der Onlinekäufer an, mit ihren bisherigen Erfahrungen mit Versandapotheken »sehr zufrieden« zu sein. Mehr als ein Viertel der Befragten bemängelt jedoch fehlende Beratung und Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen als großen Nachteil. Knapp 25 Prozent sehen auch die Gefahr, bei der Onlinebestellung gefälschte oder falsch dosierte Arzneimittel zu erhalten, als Problem.

In die Apotheke vor Ort setzen die Verbraucher hingegen großes Vertrauen: Mehr als zwei Drittel (68,5 Prozent) haben »sehr großes« oder »eher großes« Vertrauen, nur fünf von hundert Befragten gaben an, dem Apotheker nur wenig beziehungsweise gar nicht zu vertrauen. Diese Wertschätzung spiegelt sich allerdings nicht in dem Bedürfnis nach Beratung wider.

 

Nur etwa 12 Prozent nehmen häufig eine Beratung in der Apotheke in Anspruch. Jeweils ein Drittel gab an, dies gelegentlich (36,8 Prozent) oder zumindest selten (31,7 Prozent) zu tun. Fast ein Fünftel der Befragten (19,4 Prozent) lassen sich laut Umfrage sogar nie in der Apotheke beraten.

 

Viele Kunden haben zudem eine Stammapotheke. So gehen mehr als 70 Prozent aller Befragten fast immer (43,2 Prozent) oder wenigstens meistens (28,7 Prozent) in dieselbe Apotheke. Frauen sind dabei besonders treu: Acht von zehn Frauen sind Stammkundinnen in einer Apotheke. An der Studie haben 500 Mitglieder des Onlineportals von Marketagent teilgenommen. / 

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