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Neues Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragbar

18.02.2013
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Von Christina Hohmann-Jeddi / Das neue Coronavirus, das seit vergangenem Jahr elf Patienten weltweit infiziert hat, ist nun vermutlich von Mensch zu Mensch übertragen worden. Die britische Gesundheitsbehörde HPA bestätigte am 13. Februar einen weiteren Fall mit Coronavirus-Infektion.

 

Bei diesem Patienten handele es sich um einen Familienangehörigen eines weiteren Infizierten. Die Mediziner gehen davon aus, dass sich der Betroffene bei seinem Familienangehörigen angesteckt hat. Obwohl dieser Fall deutliche Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt, sei die Gefahr einer Epidemie dennoch sehr gering, sagt Professor Dr. John Watson von der HPA in der Mitteilung. Wenn das neue Coronavirus infektiöser wäre, hätte es schon deutlich mehr Ansteckungen geben müssen. Der letzte Patient habe eine chronische Erkrankung, die ihn anfälliger für Infektionen mache.

 

Das neue Coronavirus wird von den zuständigen Behörden weltweit eng überwacht: Es war erstmals im Juni vergangenen Jahres in Saudi-Arabien nachgewiesen worden. Die meisten der bislang elf Infektionen waren im Nahen Osten, vor allem in Saudi-Arabien, Katar und Jordanien, aufgetreten. Das Virus verursacht schwere Krankheitsverläufe mit akutem Atemnotsyndrom und Nierenversagen. Fünf der elf Patienten starben an der Infektion. Der neue Erreger ist genetisch nicht identisch mit dem SARS-Virus, das in den Jahren 2002 und 2003 zu einer Epidemie mit bis zu 800 Todesopfern geführt hat. /

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