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Hautkrebs

Zulassung für Zelboraf

21.02.2012
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Von Sven Siebenand / Die Europäische Kommission hat dem Vemurafenib-haltigen Hautkrebsmedikament Zelboraf® die Zulassung erteilt. Wie Hersteller Roche meldet, gilt diese für die Behandlung des inoperablen oder metastasierenden Melanoms, das eine BRAF-V600-Mutation aufweist. Vor der Therapie müssen die Patienten daher positiv auf die Mutation getestet sein. Erstmals zieht damit die personalisierte Medizin in den Bereich der Hautkrebs-Behandlung ein.

Das BRAF-Protein ist ein wichtiger Bestandteil des RAS-RAF-Signalweges, der am normalen Wachstum und Überleben der Zellen beteiligt ist. Mutierte Formen des BRAF-Proteins können bewirken, dass dieser Signalweg überaktiv wird, was zu unkontrolliertem Zellwachstum und Krebs führen kann. Solche Mutationen des BRAF-Proteins finden sich schätzungsweise bei etwa der Hälfte aller Melanome.

 

Die Lebenserwartung von Patienten mit metastasierendem Melanom ist typischerweise kurz und bewegt sich im Bereich von Monaten. Die Analyse einer zulassungsrelevanten Studie zeigte, dass Vemurafenib verglichen mit der Erstlinien-Standardtherapie das Überleben signifikant verlängerte. Das mediane Gesamtüberleben betrug mit Vemurafenib 13,2 Monate gegenüber 9,6 Monaten für die Chemotherapie mit Dacarbazin. /

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