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Amphetamine könnten Parkinsonrisiko erhöhen

22.02.2011
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PZ / Wer in den 60er- und 70er-Jahren häufig zu Amphetaminen gegriffen hat, dessen Risiko, an einem Morbus Parkinson zu erkranken, ist möglicherweise erhöht. Diesen statistischen Zusammenhang zeigt eine US-amerikanische Studie, die auf der Jahrestagung der American Academy of Neurology vorgestellt werden wird.

Darin wurden Daten von 66 348 Krankenversicherten ausgewertet, die vor gut vierzig Jahren bei Vorsorgeuntersuchungen auch Angaben über ihren Arzneimittelgebrauch gemacht hatten. Deren mittleres Alter zu Beginn der Studie betrug 36 Jahre. 1995 wurden die Teilnehmer erneut untersucht. Am Ende der Studie wurde bei 1154 Personen ein Morbus Parkinson diagnostiziert. Es zeigte sich, dass diejenigen, die damals die Amphetaminpräparate Benzedrine® und Dexedrine® verwendet hatten, zu 60 Prozent häufiger an Parkinson erkrankt waren. Die beiden Präparate wurden damals oft verschrieben: als Aufputschmittel, um die Wachheit zu erhöhen, außerdem für Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom oder Narkolepsie sowie zur Unterstützung bei der Gewichtsreduktion. Zwar zeigt die Studie nur einen statistischen und keinen kausalen Zusammenhang. Die Studienautoren halten diesen jedoch für möglich, da Amphetamine in die Freisetzung und Wiederaufnahme von Dopamin eingreifen. / 

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