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Zu viel Steuern gezahlt

15.01.2008
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Zu viel Steuern gezahlt

dpa / Die deutschen Arzneimittelhersteller können auf Steuerrückzahlungen in Millionenhöhe hoffen. Nach einem am Freitag bekannt gewordenen Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg in Karlsruhe haben die Finanzämter die seit 2003 geltenden Zwangsabschläge auf Arzneimittelpreise, die Pharmafirmen den Kassen einräumen müssen, auf einer falschen Grundlage berechnet. Bei dem klagenden Unternehmen ABNOBA GmbH war dadurch eine zu hohe Umsatzsteuer festgesetzt worden. Nach Berechnungen des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) wäre der gesamten Branche damit seit 2003 mehr als 100 Millionen Euro zu viel an Steuern berechnet worden. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Ob dagegen Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt wird, ist noch offen (Az: 1 K 450/04). Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrüßte das Urteil.

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