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Medizinticker

16.01.2007  11:56 Uhr

Stammzellen im

Stammzellen lassen sich nicht nur aus Embryonen, sondern auch aus Fruchtwasser gewinnen, berichten US-amerikanische Forscher im Fachmagazin »Nature Biotechnology« (Doi: 10.1038/nbt1274). Bei pränatalen Untersuchungen von Schwangeren nahmen die Forscher Fruchtwasserproben. In diesen fanden sie eine geringe Zahl an Stammzellen, die sich in Versuchen zu Muskel-, Knochen-, Nerven- und Leberzellen differenzieren ließen. Die Stammzellen sind den Forschern zufolge noch potenter als die im Nabelschnurblut enthaltenen. Die leichte Verfügbarkeit der Fruchtwasser-Stammzellen könnte in Zukunft die Forschung stark vereinfachen und eine ethische Alternative zur »verbrauchenden Forschung« darstellen. PZ

Hühner als Pharmafabrik

Krebsmittel könnten zukünftig preiswert aus Hühnereiern gewonnen werden. Forscher am schottischen Roslin-Institut haben Legehennen gentechnisch so verändert, dass sie Eier mit Arzneistoffen legen. Die Gruppe um Helen Sang schleuste in das Gen für Ovalbumin, das mehr als die Hälfte des Eiweißes ausmacht, die Bauanleitung für das Protein miR24 ein, einen Antikörper mit Potenzial für die Hautkrebsbehandlung. Andere Hühner produzieren Interferon-Beta-1α, das die Vermehrung von Viren bremst. Bis die Gen-Hühner für die Arzneimittelherstellung genutzt werden können, dürften aber noch fünf bis zehn Jahre vergehen, berichten die Forscher im Fachmagazin »PNAS« (Doi: 10.1073/pnas.0610401104). dpa

Dem Darmkrebs auf der Spur

Am 17. Januar fand die Auftaktveranstaltung der Informationstour »Dem Darmkrebs auf der Spur« in Kiel statt. Bei der bundesweiten Aufklärungskampagne können sich Interessierte über die Entstehung von Darmkrebs und dessen Früherkennungs- und Behandlungsmethoden informieren. Weitere Ziele der Tour sind Hamburg, Köln, Bremen, Sulzbach, Karlsruhe, Mühlheim und München. Ausführliche Informationen zur Kampagne sind unter www.dem-darmkrebs-auf-der-spur.de zu finden. PZ

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