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11.01.2011  12:55 Uhr

Meningokokken-B-Vakzine

 

PZ / Das Pharmaunternehmen Novartis hat die Zulassung einer Vakzine gegen Meningokokken vom Typ B in der Europäischen Union beantragt. Bexsero® wäre der erste Impfstoff gegen diese Untergruppe von Bakterien, die gefährliche, häufig tödliche Hirnhautentzündungen auslösen. In Europa sind Meningokokken vom B-Typ für circa 80 Prozent der Erkrankungsfälle verantwortlich. Bislang gibt es nur gegen die Typen A, C, W135 und Y einen Impfstoff. Novartis entwickelte Bexsero in einem reversen Verfahren. Basierend auf dem Bakteriengenom entwickelte das schweizerische Unternehmen vier Antigene aus wichtigen Proteinen, die vielen B-Stämmen weltweit gemein sind. Vorläufige Daten zeigen, dass Bexsero vor rund drei Viertel von mehr als 800 genetisch unterschiedlichen in Europa isolierten B-Stämmen schützen kann. Am klinischen Studienprogramm nahmen etwa 7500 Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene teil.

 

Warnung vor Babyschwimmen

 

PZ / Das Umweltbundesamt warnt vor Babyschwimmen für allergiegefährdete Kinder. Aktuelle Studien belegten einen Zusammenhang der Atemwegserkrankung Asthma und anderen chronischen Erkrankungen mit dem Schwimmen in gechlortem Wasser, teilte das Umweltbundesamt mit. Durch das Desinfektionsmittel Chlor in Kombination mit Urin entstünden asthmaverdächtige Substanzen. Kinder unter zwei Jahren, in deren Familien gehäuft Allergien auftreten, sollten sich deswegen nicht in Hallenbädern aufhalten, bis geklärt ist, ob sich der Verdacht bestätigt.

 

Bluthochdruck bei Kindern

 

PZ / Passivrauchen erhöht schon bei Vorschulkindern den Blutdruck. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Ärzte des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg bei über 4000 Fünf- bis Sechsjährigen durchgeführt haben. Kinder, die zu Hause dem Zigarettenrauch ihrer Eltern ausgesetzt waren, hatten ein um 21 Prozent erhöhtes Risiko für einen hohen Blutdruck. Von Hypertonie spricht man bei Fünfjährigen bereits, wenn der Blutdruck im Mittel über einem Wert von 111/72 mmHg liegt. Bei 28,5 Prozent der Kinder rauchten die Väter, bei 20,7 Prozent die Mütter und bei 11,9 Prozent beide Eltern. Vor allem das Rauchen der Mütter beeinflusste den Blutdruck negativ, berichten die Forscher um Giacomo Simonetti im Fachjournal »Circulation« (doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA. 110.958769).

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