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»Intensiver Wettbewerb durch Generika«

03.01.2012  16:17 Uhr

PZ / Die Generikaindustrie in Deutschland hat 2011 zwischen Januar und Oktober 341 generische Arzneimittel auf den Markt gebracht, die wirkstoffgleiche Alternativen zu zehn Erstanbieterpräparaten darstellen, deren Patentschutz abgelaufen ist.

Diese Zahlen nannte der Branchenverband Pro Generika. Ihm gehören 17 Firmen an, die Generika und Biosimilars herstellen. Geschäftsführer Bork Bretthauer: »Damit wurde durch die Generika auch in diesen Wirkstoffmärkten erstmals ein intensiver Wettbewerb eröffnet, von dem das gesamte Gesundheitssystem profitiert.« Ein durchschnittliches Generikum habe in der Apotheke im genannten Zeitraum 19,91 Euro gekostet, während die vergleichbaren patentfreien Erstanbieterprodukte mit 48,53 Euro rund zweieinhalbmal so teuer gewesen seien, heißt es in der Pro-Generika-Mitteilung. Von dem Preisunterschied profitierten alle gesetzlichen Krankenkassen und ihre Versicherten. 64 Prozent aller auf Kassenrezept abgegebenen Arzneimittel waren Generika.

 

Noch liegen keine Zahlen vor, wie viel Geld 2011 durch Generika gespart wurde. Bretthauer geht davon aus, dass es mehr sein wird als die 2010 eingesparten zehn Milliarden Euro. /

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