Die Nykturie ist ein häufiges, aber oft unterschätztes Symptom, das nicht nur den Schlaf, sondern auch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. In den meisten Fällen lässt sie sich nicht vollständig verhindern oder beseitigen. So führen in bestimmten Lebensphasen, zum Beispiel während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, hormonelle und körperliche Veränderungen häufig zu vermehrtem nächtlichem Wasserlassen. Eine Anpassung des Lebensstils kann jedoch häufig Linderung verschaffen.
Tritt die Nykturie im Zusammenhang mit einer Grunderkrankung auf, kann deren konsequente Behandlung die nächtlichen Toilettengänge deutlich reduzieren (36).
Silke Kerscher-Hack studierte Pharmazie an der Universität Regensburg. Ihre Promotion fertigte sie am Institut für Pharmazeutische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München an. Seit zehn Jahren verfasst sie Texte zu medizinischen sowie pharmazeutischen Themen. Kerscher-Hack hat eine Zusatzausbildung in Ernährungsberatung mit Fachrichtung Lebensmittelunverträglichkeiten absolviert.