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Nykturie
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Aufstehen statt Ausschlafen

Rund die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre steht mindestens ein- oder zweimal pro Nacht auf, um Wasser zu lassen. Das kann den Schlaf massiv stören und die Lebensqualität deutlich mindern. Für das Apothekenteam ist es wichtig, die möglichen Auslöser zu kennen, um Betroffene gezielt zu beraten, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und eine ärztliche Abklärung anzuregen.
AutorKontaktSilke Kerscher-Hack
Datum 15.02.2026  00:00 Uhr

Mit dem Alter steigt das Risiko

Verschiedene Faktoren können das Risiko für eine Nykturie erhöhen. Dazu zählen Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen, zum Beispiel Asthma, Arthritis, Depressionen, Übergewicht und Adipositas (aufgrund des höheren intraabdominalen Drucks) sowie Enuresis in der Kindheit. Bei Männern hängen vor allem eine Prostatitis oder ein Prostatakarzinom mit einer Nykturie zusammen, während bei Frauen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, die chirurgische Entfernung der Gebärmutter oder hormonelle Veränderungen in der Postmenopause eine Rolle spielen können.

Das höhere Lebensalter stellt einen weiteren Risikofaktor dar, da funktionelle Veränderungen wie ein erhöhtes Restharnvolumen, Schwäche des Detrusormuskels und eine verminderte ADH-Sekretion die Blasenfunktion zusätzlich beeinträchtigen. Auch Lebensstilfaktoren wie späte Mahlzeiten, eine hohe Zufuhr von Flüssigkeit, Salz oder Proteinen sowie häufige Nickerchen am Tag sind mit Nykturie assoziiert (10, 29, 38).

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