Ist es morgens noch frisch oder haben sich die Temperaturen am Abend abgekühlt, ist der beste Zeitpunkt zum Lüften. Tagsüber verschattet man die Fenster am besten mit Rollos oder Jalousien, damit möglichst wenig Sonnenstrahlen in die Räume fallen.
Angenehm ist auch ein Ventilator. Vorsicht, falls sich die Wohnung bereits stark aufgeheizt hat: Ab Temperaturen von etwa 35 Grad ist die Luft, die der Ventilator im Raum verteilt, so warm, dass sie die Haut nicht mehr kühlen kann. Dann kann es laut dem BIÖG sogar zu einer Überhitzung kommen.
Baumwolle und Leinen sind leichte Stoffe, die Luft durchlassen, und sind damit eine gute Wahl für Kleidung an heißen Tagen. Auch die Bettwäsche der pflegebedürftigen Person sollte aus einem leichten, atmungsaktiven Stoff sein. Es kann eine gute Idee sein, die Bettdecke durch ein Laken zu ersetzen.
Schwitzt die pflegebedürftige Person nachts stark, schlägt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) ein Frotteehandtuch auf dem Kopfkissen vor. Bettunterlagen, die mit Folie beschichtet sind und bei Inkontinenz zum Einsatz kommen, sind hingegen keine gute Idee – es droht ein Wärmestau. Das gilt auch für Inkontinenzhosen mit Folienbeschichtung. Netzhosen mit Einlage sind eine hitzetaugliche Alternative.
Weil Älteren und Pflegebedürftigen oft das Durstgefühl fehlt, ist es gut, sie regelmäßig ans Trinken zu erinnern. So können pflegende Angehörige etwa die Trinkmenge für den ganzen Tag morgens bereitstellen. Oder sie erstellen regelmäßige Trinkerinnerungen auf dem Smartphone.
Optimalerweise nimmt man bei Hitze zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich, nennt das BIÖG einen Richtwert – vorausgesetzt, es sprechen keine Vorerkrankungen von Herz oder Nieren dagegen. Geeignet sind Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und dünne Saftschorlen. Sie sollten kühl, aber nicht eiskalt sein.
Einige Medikamente stellen bei Hitze ein Risiko dar, zum Beispiel Blutdrucksenker, die entwässernd wirken. Am besten sprechen Pflegebedürftige und/oder ihre Angehörigen mit Arzt oder Ärztin ab, ob während Hitzewellen die Dosis angepasst werden sollte. Auch die Apotheken können dahin gehend beraten und die aktuellen Temperaturen bei Medikationsanalysen miteinbeziehen.