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Comirnaty und Vaxzevria

Apotheken stehen vor drei Bestellrunden in einer Woche

Zu einer größeren Nachfrage nach Comirnaty dürfte die Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur sogenannten heterologen Impfung führen. Personen mit einer Vaxzevria-Erstimpfung sollen mit dem zweiten Pieks demnach ein mRNA-Vakzin bekommen, unabhängig vom Alter des Impflings. Um Ärzte möglichst frühzeitig über die tatsächlichen Liefermengen zu informieren, wird der Großhandel den Apotheken ab dem 20. Juli jeweils am Dienstag der Vorwoche Bescheid geben. Bislang erfolgt diese Meldung immer erst am Mittwoch. Auf diese Weise erhalten die Ärzte etwas mehr Zeit, um bei eventuellen Kürzungen Impfungen zu verschieben oder umzuorganisieren. Kurzfristige Abweichungen von den jeweils kommunizierten Liefermengen »können allerdings nicht ausgeschlossen werden«, schreibt der DAV.

Die Bestellungen der Betriebsärzte laufen derweil wie gehabt nach dem gewohnten System. Sie bestellen die Impfstoffe weiterhin bis Mittwochmittag und mit einem Vorlauf von zwei Wochen. In Kalenderwoche 30 werden sie dabei ausschließlich das Biontech-Vakzin ordern können. Ebenfalls immer mittwochs geben die Großhändler den Apotheken dann die Liefermenge der Folgewoche für die Betriebsärzte bekannt.

Zuletzt war die Nachfrage nach der Coronavirus-Impfung deutlich gesunken. Vielerorts blieben sogar Impfdosen liegen, weil Patienten Termine abgesagt hatten oder schlichtweg nicht erschienen waren. Im BMG beobachtet man diese Entwicklung mit großer Sorge. Laut DAV bittet das Ministerium »dringend darum, dass nur die Mengen Covid-19-Impfstoffe bestellt werden, die absehbar benötigt werden«. Auf keinen Fall dürften Vakzine in der Vertriebskette lagern, die dann »aus arzneimittel- bzw. haftungsrechtlichen Gründen nicht einer anderen Verwendung zugeführt werden können«.

 

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