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Covid-19

Apotheken haben bislang mehr als 14.000 Impfungen durchgeführt

Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben die Apotheken in den ersten beiden Impfwochen mehr als 14.000 Covid-19-Impfungen durchgeführt. Die meisten Impfungen sind demnach in Nordrhein-Westfalen erfolgt. Laut ABDA-Präsidentin Gabriela Regina Overwiening seien knapp 1000 Apotheken für die Impfungen registriert. Sollte die Nachfrage nach Impfungen steigen, könnten weitere Apotheker in die Impfkampagne einsteigen.
Charlotte Kurz
25.02.2022  15:12 Uhr

Seit dem 8. Februar sind Apotheken in Deutschland fester Bestandteil der Covid-19-Impfkampagne. Nach einer entsprechenden Gesetzesänderung im Dezember 2021 und einer Aufnahme der Apotheken in die Coronavirus-Impfverordnung dürfen sie die Spritzen setzen und ähnlich wie die Ärzte auch abrechnen. Das Abrechnungsverfahren steht seit einigen Tagen fest: Apotheken rechnen einmal monatlich die eigenen Impfungen über die Rechenzentren ab.

In den ersten beiden Impfwochen haben die Apotheken bundesweit 14.748 Covid-19-Impfungen verabreicht. Das geht aus dem wöchentlichen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) zum Coronavirus vom 24. Februar 2022 hervor. Die meisten Impfungen haben demnach bislang Apotheken in Nordrhein-Westfalen durchgeführt (5517). Danach folgen Berlin (1343), Bayern (1254), Sachsen (1163) und Niedersachsen (1135). In Thüringen und Bremen wurden bislang nur einige wenige Impfungen durchgeführt. Die Impfungen werden über das Apothekenportal des Deutschen Apothekerverbands an das RKI übermittelt.

Laut der ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening haben sich mittlerweile an die tausend Apotheken für Impfungen gegen Covid-19 registriert. »Patientinnen und Patienten können Angebote in ihrer Nähe auf www.mein-apothekenmanager.de finden«, so Overwiening.

Nicht alle registrierten Apotheken bestellen jede Woche Impfstoff, erklärte Overwiening weiter. Die Nachfrage der Menschen nach Impfungen sei derzeit generell niedrig. »Das kann sich je nach Pandemieverlauf und Impfregeln aber wieder ändern. Wenn der Bedarf wächst, werden die Bestellungen zunehmen und sich schnell weitere Apotheken für die Impfung registrieren. Bundesweit sind schon weit über 6000 Apotheker für die Impfung geschult«, so Overwiening.

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