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6,4 Milliarden Euro
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Apotheken als Säulen der Gesundheitswirtschaft

Gesundheit kostet nicht nur, sie ist zahlreiche Investitionen wert: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, gesellschaftliche Stabilität und Lebensqualität gehen aus dem gesundheitlichen Return of Investment hervor. Sandra Zimmermann vom Wifor Institut warb am zweiten Tag des DAV-Wirtschaftsforums für eine ganzheitliche Betrachtung der Gesundheitswirtschaft.
AutorKontaktPaulina Kamm
Datum 06.05.2026  14:15 Uhr

Apotheken stellen wohnortnahe Versorgung, Vertrauensorte im Alltag und starke regionale Arbeitgebende, so Sandra Zimmermann, Head of Scientific Dialogue im Wifor Institut. Ihre Wirtschaftsleistung trage 6,4 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Allerdings sei der Markt seit 2016 nur ein 3,4-prozentiges Wachstum seit 2016 fest. »Man sieht das Apothekensterben auch in diesen Zahlen«, schlussfolgert die Arbeitsmarktexpertin. Der Apothekenrückgang bezeichnete sie als »Systemrisiko«. 

Die isolierte Betrachtung einzelner Faktoren reiche Zimmermann nicht aus, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen. »Gesundheit ist nicht nur Gesundheitspolitik, sondern auch Standort- und Arbeitsmarktpolitik«, sagt Zimmermann. Von der Politik wünsche sie sich konsequentere und längerfristige Entscheidungen.

Jeder Euro führt zu einem weiteren Euro in der Wertschöpfungskette

Gesundheitswirtschaft trage als Leitbranche in Deutschland eine immense ökonomische Bedeutung gepaart mit einen Social Impact. Insgesamt 8000 Güter seien gesundheitsrelevant. Anschaulich wird das am Beispiel der Migräne, die 3 Prozent des BIP Produktivitätsverlust verursache, das entspricht nach aktuellem Stand etwa 120 bis 135 Milliarden Euro jährlich.

Für Zimmermann ist klar: Gesundheit ist die Basis des Wohlstandes, denn die Gesundheitswirtschaft trägt 498 Milliarden Euro zum BIP bei. Dies entspreche 12,4 Prozent. Gesundheit habe einen produktiven Charakter, der bei der übermäßigen Betrachtung der Kostenseite oft verloren gehe, so Zimmermann. »Jeder sechste Arbeitnehmer ist in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Das sind 7,7 Millionen Arbeitsplätze«, sagt Zimmermann.

Gesundheitswirtschaft sei eine Lokomotive, auch und besonders in Krisenphasen. »Jeder achte Euro kommt aus der Gesundheitswirtschaft«, sagt Zimmermann. Um Entscheidungstragenden diese Ausmaße bewusst zu machen, plädiert die Expertin: Es ist wichtig, an Gesundheit einen Euro dran zu machen! Denn Zimmermann vertritt die Ansicht, dass Investitionen in Gesundheit sichtbar gemacht werden müssen. »Das ist nichts Verwerfliches«. 

Die Rolle der Prävention 

»Prävention muss unser Hebel sein, wir schaffen den Reperaturbetrieb nicht mehr«, so Zimmermann mit Blick auf das aktuelle Gesundheitssystem. Die RSV-Impfung sei nur ein Beispiel, bei der man bereits ein Jahr spätere  wirtschaftlichen Positiveffekte haben sehen können. Prävention ist laut Zimmermann ein ehtischer Auftrag, ein wirtschaftliches Gebot und eine politische Notwendigkeit. »Investition in medizinische Innovation und Prävention zahlen sich aus«, schließt Zimmermann

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