| Sven Siebenand |
| 20.08.2026 15:30 Uhr |
Auch für Deutschland sind die Ergebnisse interessant. Denn die eng verwandte und hierzulande zunehmend verbreitete Asiatische Tigermücke nutzt – wie die in Kolumbien untersuchte Aedes aegypti – bevorzugt Wasserbehälter als Brutstätten. Dazu zählen etwa Regentonnen in Gärten und Kleingartenanlagen. Gegen ihre Larven wird unter anderem der biologische Wirkstoff Bti eingesetzt. Dieser muss in Wasserbehältern alle zwei Wochen neu angewendet werden.
»Eine über viele Monate wirksame Beschichtung könnte den Aufwand für Haushalte und Kommunen deutlich verringern«, sagt Projektleiter Professor Dr. Axel Kroeger, Wissenschaftler am Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg. Direkt lassen sich die Ergebnisse aber nicht auf Deutschland übertragen. Neben der Mückenart unterscheiden sich auch Klima, Behältertypen und Bekämpfungsprogramme. Trotzdem sagt Kroeger: »Eine Do-it-yourself-Lösung für Europa ist durchaus denkbar, wenn der Farbanstrich einmal zugelassen ist.«