Ersten Hochrechnungen zufolge ist die AfD die erste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. / © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Die vom Verfassungsschutz wegen ihrer rechtsextremistischen Bestrebungen beobachtete AfD erzielte 38,3 Prozent. Somit hat sie ihr Wahlergebnis aus dem Jahr 2021 (16,7 Prozent) mehr als verdoppelt. Die AfD hat laut ersten Hochrechnungen die absolute Mehrheit verpasst und kann nicht alleine regieren.
Die »Frau gegen Blau«, wie das Wahlslogan der SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig im Wahlkampf lautete, kommt auf 35,4 Prozent. Im Vergleich zu den Landtagswahlen im Jahr 2021 (SPD: 39,6 Prozent) ist das ein moderater Verlust. Seit 28 Jahren regiert die SPD in Mecklenburg-Vorpommern mit wechselnden Koalitionspartnern.
Für die CDU war lange Zeit unklar, ob sie den Einzug in den Landtag schaffen würde. Laut aktuellen Hochrechnungen hat sie 4,9 Prozent erzielt und wird somit voraussichtlich nicht mehr im Landtag vertreten sein. Selbst wenn sie die Fünf-Prozent-Hürde erreichen sollte, wäre es das schlechteste Ergebnis, das die CDU jemals bei einer Landtagswahl erzielt hat. Zum Vergleich: 2021 waren es noch 13,3 Prozent. Kurz vor der Landtagswahl hatte die PZ ein Interview mit Daniel Peters, dem Spitzenkandidaten der CDU für Mecklenburg-Vorpommern, geführt.
Das Wahlergebnis könnte auch Auswirkungen auf Friedrich Merz (CDU) als Kanzler haben, da er seit Langem in der Kritik steht und es Unzufriedenheit innerhalb der Partei herrscht.
Die Linke hat 6,5 Prozent erhalten (2021: 9,9 Prozent) und das Bündnis 90/ die Grünen 5,6 Prozent (2021: 6,3 Prozent). Die FDP scheiterte deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde (1 Prozent). Im Jahr 2021 hatte sie noch 5,8 Prozent erzielt.
Das BSW hatte sich an der Landtagswahl 2021 nicht beteiligt, da es erst im Jahr 2024 gegründet wurde. Ersten Hochrechnungen zufolge scheitert es auch knapp an der Fünf-Prozent-Hürde (4,9 Prozent).
In Mecklenburg-Vorpommern zeichnete sich heute eine hohe Wahlbeteiligung ab. Laut Medienberichten hatten bis 14 Uhr mehr Menschen ihre Stimme abgegeben als bei der vorherigen Landtagswahl. Auch in Berlin wurde heute gewählt. Das Wahlergebnis finden Sie hier.