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Covid-19-Medikament

Ärmste Staaten haben bei Paxlovid das Nachsehen

Die ungleiche Verteilung von Covid-19-Impfstoffen scheint sich auch beim Medikament Paxlovid® zu wiederholen, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Derzeit hätten ärmere Staaten beim Ankauf des Mittels das Nachsehen. 
Melanie Höhn
12.04.2022  17:30 Uhr

Nur knapp 15 Prozent haben in den ärmeren Staaten mindestens eine Impfung gegen SARS-Cov-2 bekommen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Diese Entwicklung scheint sich nun beim Medikament Paxlovid® zu wiederholen, schreibt die Zeitung weiter. Diese ungleiche Verteilung der Impfstoffe wurde bereits in der Vergangenheit kritisiert.

Das Covid-19-Arzneimittel in Tablettenform wird bei schweren Verläufen eingesetzt. Das Medikament Paxlovidwird bisher hierzulande sehr verhalten verordnet. Neben Paxlovid gibt es den Wirkstoff Lagevrio, der ebenfalls bei schweren Verläufen eingesetzt wird. 

Ärmere Länder nicht auf Paxlovid-Bestellerliste

Bis heute haben laut SZ, die sich auf Daten der US-amerikanischen Duke University beruft, etwa ein  Dutzend wohlhabende Länder das Medikament des Herstellers Pfizer für 28,5 Millionen Menschen geordert. Doch kein Land der ärmeren Staaten stehe auf der Bestellerliste von Paxlovid. Bisher gebe es nur eine Zusage von bis zu vier Millionen Packungen an das Kinderhilfswerk Unicef, das für junge Patienten in 95 Ländern gedacht ist. Den Bedarf dürfte diese Menge nicht decken, schreibt die Zeitung weiter.

 

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