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Parteiübergreifend
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Abgeordnete gründen Parlamentskreis »Prävention«

Abgeordnete der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke haben den Parlamentskreis »Prävention« gegründet. Damit wollen die Mitglieder des Kreises Präventionsmaßnahmen wie die Zuckersteuer einfacher umsetzen.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 29.06.2026  16:15 Uhr

Das Thema »Prävention« wird in der Politik viel diskutiert: Das Gesundheitssystem soll stärker auf Prävention ausgerichtet werden, Apotheken sollen mehr Präventionsarbeit leisten, und auch in der Drogenpolitik der Bundesregierung spielt Prävention eine zentrale Rolle.

Um Prävention stärker in den fraktionsübergreifenden Fokus zu rücken, haben Abgeordnete einen Parlamentskreis zu dem Thema gegründet. Dem Vorstand gehören die Abgeordneten Anne Janssen (CDU), Johannes Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) und Emmi Zeulner (CSU) an. Auch die gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Tanja Machalet, und der Linksfraktion, Ates Gürpinar, zählen zum Vorstand.

»Wenn Prävention gelingt, gewinnen wir nicht nur gesündere Lebensjahre, sondern auch mehr Arbeitsfähigkeit, Produktivität und wirtschaftliche Stabilität«, betonen die Vorstandsmitglieder in einer gemeinsamen Pressemitteilung. »Prävention ist damit keine zusätzliche Last, sondern eine Investition in die Leistungsfähigkeit unseres Landes.«

Demzufolge sei die politische Umsetzung wirksamer Präventionsmaßnahmen wiederholt an Partikularinteressen und der fehlenden fraktionsübergreifenden Zusammenarbeit gescheitert. Mit dieser Initiative will der Vorstand Maßnahmen wie eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke oder eine stärkere Regulierung des Zugangs zu Alkohol und Tabak umsetzen.

AOK:  Parlamentskreis Prävention ist eine »gute Nachricht«

Die Reaktionen auf die Gründung des Parlamentskreises sind durchweg positiv. So bezeichnete die Krankenkasse AOK die Gründung des Parlamentskreises als »gute Nachricht«. Auf der Plattform X schrieb der AOK-Bundesverband: »Wir müssen mehr tun, um gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen zu schaffen, denn in den zentralen Handlungsfeldern Tabak, Alkohol und Ernährung ist Deutschland laut Public Health Index Schlusslicht.«

Auch der Wissenschaftsrat begrüßt die Initiative. »Im Sinne des Health-for-All-Policies-Ansatzes brauchen wir ein verbindliches, politikfelderübergreifendes Commitment für den Schutz und die Stärkung der Bevölkerungsgesundheit – nur so kann ein gesundheitsorientierter Wandel gelingen, der die Prävention von Krankheiten ins Zentrum rückt«, schreibt das Beratungsgremium auf der Plattform LinkedIn.

»Ich bin stolz, Teil dieses parteiübergreifenden Vorhabens zu sein!«, schrieb Wagner auf LinkedIn. »Prävention ist keine Zusatzlast. Sie ist eine Investition in die Gesundheit der Menschen und in die Zukunft unseres Landes. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit!«, so der Grünen-Politiker weiter.

Die Gründung fand in der vergangenen Woche in Anwesenheit von Britta Steffen, zweifacher Olympiasiegerin im Schwimmen, und Sarah Wiener, Köchin, Vorstandsvorsitzender der Sarah Wiener Stiftung und ehemaligem Mitglied des Europäischen Parlaments, statt.

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