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Globale Geberkonferenz

6,1 Milliarden gegen das Coronavirus mobilisiert

Weltstars engagieren sich am Wochenende mit Staats- und Regierungschefs im Kampf gegen die Corona-Pandemie und sammeln weitere 6,1 Milliarden Euro für die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten. 
dpa
PZ
29.06.2020  12:40 Uhr

Im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie mobilisiert die Staatengemeinschaft Milliardenbeträge. Beim zweiten internationalen Spendenmarathon sind für Impfstoffe und Behandlungen neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die EU-Kommission und Deutschland sagten bei einer virtuellen Geberkonferenz am Samstag zusammen knapp 5,3 Milliarden Euro zu. Damit stiegen die bisherigen Hilfszusagen auf 15,9 Milliarden Euro. Bereits Anfang Mai hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Weltgemeinschaft zur ersten virtuellen Geberkonferenz eingeladen und insgesamt 7,4 Milliarden Euro eingesammelt. 

Zum Abschluss der virtuellen Geberkonferenz traten am Abend internationale Stars bei einem großen Online-Konzert auf. Von der Leyen sprach von einem unglaublichen Ergebnis. Der Spendenmarathon sei ein bewegender und zugleich greifbarer Moment der Einigkeit zwischen Bürgern, Regierungen, Philanthropen, Gesundheitsorganisationen und Wirtschaftsführern. Deutschland sagte bei der Konferenz zusätzliche 383 Millionen Euro zu, während von der Leyen weitere 4,9 Milliarden Euro an EU-Mitteln ankündigte. «Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein», erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videobotschaft zum deutschen Beitrag.

Weltweit gibt es rund sechs Monate nach Beginn der Coronavirus-Pandemie US-Wissenschaftlern zufolge bereits mehr als 10 Millionen bestätigte Infektionen - mehr als eine halbe Million Menschen starben nach einer Infektion. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Am schlimmsten sind die USA betroffen - mit rund 2,5 Millionen bestätigten Infektionen und mehr als 125 000 Opfern.

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