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Ozonbelastung
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40 Prozent der Menschen sind Extremwerten ausgesetzt

Eine neue Analyse zeigt: Hitzewellen, Brände und Saharastaub verschlechterten 2026 die globale Luftqualität massiv. Fast 40 Prozent der Weltbevölkerung sind von extremen Ozonwerten betroffen.
AutorKontaktdpa
Datum 30.09.2026  12:00 Uhr
Verheerende Waldbrände und kontinentale Rauchbelastung

Verheerende Waldbrände und kontinentale Rauchbelastung

Ein weiterer Schwerpunkt des Berichts liegt auf der Zunahme schwerer Waldbrände. Obwohl die global abgebrannte Gesamtfläche in den vergangenen Jahrzehnten rückläufig war – was vor allem daran liegt, dass in Afrika traditionelle Savannenbrände abnahmen –, ist die Belastung der Menschheit durch Waldbrandrauch in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 40 Prozent gestiegen. Die Ursache liegt in intensiveren Bränden im Zuge des Klimawandels, die immer näher an besiedelte Gebiete heranreichen.

Der Sommer 2026 lieferte hierfür prägnante Beispiele: In Frankreich verbrannten im Juli in Gironde und Landes knapp 50.000 Hektar Land, was zur Evakuierung von 40.000 Menschen führte. In Spanien vernichteten Großbrände in Ávila und der Region Madrid über 50.000 Hektar Fläche, 56.000 Menschen wurden evakuiert, und knapp 30.000 Einwohner mussten sich in Innenräumen einschließen.

In Belgien löste ein Brand im Hohen Venn im August den größten Waldbrand seit einem Jahrhundert aus. Die Rauchwolken zogen über Hunderte Kilometer hinweg auch weit nach Deutschland hinein. Auch in Nordamerika führten verheerende Brände zu riesigen Rauchdecken. Einige Rauchfahnen überquerten sogar den Atlantik.

Wüstenstaub und globale Gesundheitsrisiken

Neben Ozon und Rauch verdeutlicht der Bericht die Rolle von Mineralstaub als globales Problem. Laut der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gelangen jedes Jahr rund zwei Milliarden Tonnen Sand und Staub in die Atmosphäre. Im Jahr 2026 zog Saharastaub wiederholt über das Mittelmeer nach Europa. Das CAMS-Ranking der europäischen Städte mit den meisten Staubalarmen führen für dieses Jahr bislang Städte auf den Kanarischen Inseln an, gefolgt von Valletta auf Malta sowie Córdoba in Spanien und Palma de Mallorca.

Die gesundheitlichen Folgen der weltweiten Luftverschmutzung sind gravierend. Gemessen an den Luftqualitätsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO leben 99 Prozent der Menschen auf der Welt an Orten, an denen Grenzwerte für Schadstoffe überschritten werden. Jährlich führe die Außenluftverschmutzung weltweit zu mehr als vier Millionen vorzeitigen Todesfällen.

Während die durch Luftverschmutzung bedingte Sterblichkeitsrate in der Europäischen Union im Jahr 2025 bei 21 Todesfällen pro 100.000 Einwohner lag, betrug der weltweite Durchschnitt 92 und in Südasien sogar 191 Todesfälle pro 100.000 Einwohner.

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