Institutsschließung: Studenten demonstrieren vor Ministerium |

Die Leipziger Pharmaziestudenten sind heute geschlossen nach Dresden gefahren, um gegen die geplante Schließung ihres Instituts vor dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst zu demonstrieren. Nach Angaben der Fachschaft hatten sich rund 200 Studenten auf den Weg gemacht. Der Hochschulentwicklungsplan stand heute auf der Tagesordnung des Ministeriums. Aus Geldmangel hatte das Ministerium das Rektorat der Uni Leipzig aufgefordert, Stellen zu streichen. Das Rektorat entschied sich, den Studiengang Pharmazie und damit 21 Stellen ganz abzuschaffen.
Die Studenten, das Institut selbst sowie Bundesapothekerkammer und weitere Interessensvertretungen warnten, die Schließung der Leipziger Pharmazie werde den Nachwuchsmangel an Apothekern in Sachsen und ganz Deutschland weiter verstärken. Sächsische Apothekerkammer und Verband sehen mittelfristig die Arzneimittelversorgung der Patienten in Gefahr. Die Pharmazeuten hoffen nun, dass das Ministerium den Kürzungsplan des Unirektorats nicht bewilligt.
«Weitere Aktionen in Leipzig werden folgen», kündigte die Studentenvertreterin Christin Nitzschke gegenüber der «Pharmazeutischen Zeitung» an. So soll in den nächsten Tagen eine Plakataktion in allen sächsischen Apotheken starten. (db)
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20.12.2011 l PZ
Foto: Christin Nitzschke