Uni Leipzig: Schließung der Pharmazie in der Kritik |

Die Dresdner Bundestagsabgeordnete Marlies Volkmer (SPD) hat die geplante Schließung des Pharmazeutischen Instituts an der Universität Leipzig kritisiert. Diese Entscheidung würde das Ende der Pharmazeutenausbildung in Sachsen bedeuten, sagte Volkmer, die für die SPD im Gesundheitsausschuss des Bundestages sitzt. «Das ist in Zeiten des sich ankündigenden Nachwuchsmangels in diesem Bereich nicht akzeptabel.» Absolventen könnten nur schwer aus anderen Bundesländern abgeworben werden, so Volkmer weiter. «Es hat sich gezeigt, dass Absolventen bevorzugt in dem Bundesland bleiben, in dem sie studiert haben.»
Am Dienstag hatte die Universität Leipzig angekündigt, in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt 48 Stellen abzubauen. Betroffen davon ist unter anderem das Institut für Pharmazie, das komplett geschlossen werden soll. Ab Herbst 2012 werden dort keine Studienbewerber mehr angenommen. Für alle eingeschriebenen Studenten soll es eine Garantie auf einen ordnungsgemäßen Abschluss geben. (sch)
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15.12.2011 l PZ
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