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ABDA-Vorstandswahl

Zweikampf um die Vertretung der Angestellten

Am 9. Dezember wählt die ABDA-Mitgliederversammlung einen neuen Geschäftsführenden Vorstand. Die Wahlen für das Präsidentenamt und zum Vize-Präsidenten dürften ohne Überraschungen ausgehen. Spannend ist allerdings ein Zweikampf um die Vertretung der angestellten Apotheker an der ABDA-Spitze. Amtsinhaberin Cynthia Milz aus Bayern tritt gegen Silke Laubscher an, die Vize-Präsidentin der Kammer in Baden-Württemberg ist.
Benjamin Rohrer
16.11.2020  15:30 Uhr

Der Geschäftsführende Vorstand der ABDA besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören jeweils die fünf Mitglieder der Geschäftsführenden Vorstände aus der Bundesapothekerkammer (BAK) und aus dem Deutschen Apothekerverband (DAV) an. Hinzu kommen der/die Präsident/-in, sein/ihr Vize-Präsident/-in sowie der Posten des Angestelltenvertreters. In dem Gremium stehen große, personelle Veränderungen an. Diese ergeben sich zunächst aus größeren Umstellungen in den Vorständen des DAV und der BAK – in beiden Institutionen wird es nach der Wahl neue Spitzen geben.

Aber auch bei den drei Wahlen, die im ABDA-Vorstand anstehen, wird es Neuerungen geben. Präsident Friedemann Schmidt hatte schon vor Monaten erklärt, dass er nicht mehr antrete. Als neue Nachfolgerin für das Amt kandidiert die Präsidentin der Kammer Westfalen-Lippe, Gabriele Regina Overwiening. Inzwischen ist auch klar, dass es keinen Gegenkandidaten für das Präsidentenamt geben wird. Fast als einzige Konstante tritt Mathias Arnold, Chef des Landesapothekerverbands in Sachsen-Anhalt, erneut als Vize-Präsident an – ebenfalls ohne Gegenkandidaten.

Milz tritt gegen Laubscher an

Bei der Wahl zur Angestelltenvertreterin wird es allerdings auf einen spannenden Zweikampf hinauslaufen. Seit vier Jahren hat Cynthia Milz dieses Amt inne. Milz ist angestellte Apothekerin in Kulmbach, seit 2006 Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesapothekerkammer, seit 2010 Sprecherin des WIPIG-Instituts (Wissenschaftliches Institut für Prävention im Gesundheitswesen) und seit Anfang 2017 im ABDA-Vorstand. Gegenüber der PZ erklärte sie, dass sie die schon angestoßenen Prozesse in der kommenden Wahlperiode gerne weiterführen möchte. »Ein Beispiel ist die Digitalisierung: Mir ist es wichtig, dass die Prozesse so gestaltet werden, dass das Apothekenteam damit gut und effizient arbeiten kann und die Apotheke für die Menschen auch digital erlebbar wird. Das gilt sowohl für die Einführung des E-Rezepts, als auch für die Bearbeitung des E-Medikationsplans und der EPA, sowie für telepharmazeutische Beratungen«, so Milz.

Bei der Einführung der pharmazeutischen Dienstleistungen sei es ihr wichtig, dass sie schnell und einfach in den Versorgungsalltag integriert werden können. »Ich würde gerne meine Kompetenzen als Sprecherin des WIPIG einbringen, um mittelfristig auch komplexere Dienstleistungen im Bereich der Prävention zu etablieren. Außerdem würde ich mich gerne an der anstehenden Strukturanalyse der ABDA beteiligen und dafür sorgen, dass die Kommunikation zwischen den ABDA-Mitgliedern und der Dachorganisation besser wird. Wir sollten in den Bereichen Digitalisierung und pharmazeutische Dienstleistungen Foren schaffen, in denen wir uns austauschen«, so Milz.

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