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Dupilumab

Zusatznutzen bei Nasenpolypen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dem Anti-IL-4/IL-13-Antikörper Dupilumab einen Zusatznutzen bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen attestiert.
Annette Mende
03.03.2020  11:00 Uhr

Im Rahmen der frühen Nutzenbewertung sieht das IQWiG für Dupilumab (Dupixent®) in der Indikation chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen einen Beleg für einen »nicht quantifizierbaren, mindestens aber beträchtlichen Zusatznutzen« gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie. Hersteller Sanofi habe anhand zweier randomisierter kontrollierter Studien zeigen können, dass sich mehrere Symptome unter einer Kombination aus Dupilumab und intranasalem Mometasonfuroat stärker abschwächten als unter Mometasonfuroat allein. Diesen Vorteilen stünden keine Nachteile gegenüber, so das IQWiG in einer Pressemitteilung.

Die gute Bewertung ist schon die zweite, die Dupixent erhält. Bereits in der ersten zugelassenen Indikation, Neurodermitis, hatte das IQWiG einen Hinweis auf einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen gesehen. In der Indikation Asthma erachtete das IQWiG dagegen einen Zusatznutzen als nicht belegt. Hersteller Sanofi gab unterdessen bekannt, dass das Präparat, das bislang nur als Fertigspritze zur Verfügung stand, jetzt auch als Fertigpen verfügbar ist. Die neue Applikationsform erleichtere Patienten die Selbstinjektion des Biologikums, die alle zwei Wochen subkutan erfolgt.

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