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Statistisches Bundesamt

Zahl der Alzheimer-Patienten steigt

Nach Angaben der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft leiden in Deutschland rund 1,7 Millionen Menschen an Demenz – die meisten von ihnen mit der Diagnose Alzheimer. Und die Zahl steigt, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags am 21. September mitteilt.
Christina Müller
20.09.2019
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Die Diagnose Alzheimer erhalten demnach vor allem Menschen ab 65 Jahren. »In einer alternden Gesellschaft nimmt die Verbreitung zwingend zu«, schreibt das Statistische Bundesamt. Das spiegeln auch die stetig steigenden Diagnosedaten der Krankenhäuser in Deutschland wider: Wurden von 2000 bis 2002 rund 30.000 Fälle erfasst, waren es von 2015 bis 2017 bereits doppelt so viele. In den Jahren 2006 bis 2008 knackte die Zahl der Diagnosen erstmals die 50.000-er Marke.

Vor diesem Hintergrund fordert der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) einen Ausbau von Versorgungsangeboten, die auf Menschen mit Demenz zugeschnitten sind. »Demenzkranke Menschen benötigen eine medizinische und pflegerische Versorgung, die an ihre spezifischen Bedürfnisse angepasst ist«, erläutert bpa-Präsident Bernd Meurer.

Etwa drei Viertel der demenzkranken Menschen werden demnach in Deutschland zu Hause versorgt, zwei Drittel von ihnen allein durch Angehörige. Mit Voranschreiten der Erkrankung wachse in der Regel auch der Bedarf an Unterstützung und Pflege. bpa-Präsident Meurer: »Das können Angehörige meist nicht allein stemmen, auch wenn sie einen großen Teil der Aufgabe übernehmen. Zu ihrer Entlastung und zur Sicherung der Qualität der häuslichen Versorgung braucht es die Unterstützung durch professionelle Pflegedienstanbieter.« Es gelte, die Versorgungsstrukturen permanent auszubauen und fortzuentwickeln sowie die Koordinierung zu verbessern.

 

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