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Körperpflege

Winterzeit ist Verwöhnzeit für die Haut

Für unser größtes (Sinnes-)Organ sind sinkende Temperaturen eine echte Belastung: Ohne geeignete Pflege wird die Haut trocken, spannt und schuppt. Wie bringt man sie also am besten durch die kalte Jahreszeit?
Elke Wolf
15.11.2021  07:00 Uhr

Kälte, Wind und trockene Luft strapazieren die Haut, denn ihre natürlichen Schutzfunktionen sind im Winter auf ein Minimum reduziert. Talg- und Schweißdrüsen haben ihre Produktion gedrosselt und der wenige zähe Talg verteilt sich nur schwer auf der Hautoberfläche. Der schützende Hydrolipidfilm ist dünn und durchlässig, sodass der transepidermale Wasserverlust zunimmt. Die Verdunstungsrate erhöht sich im Winter gar noch, denn kalte Schneeluft enthält bedeutend weniger Feuchtigkeit als warme Luft. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, wodurch sich die Versorgung mit Sauerstoff verschlechtert.

Die Witterungsverhältnisse machen selbst der normalen bis Mischhaut Beschwerden, für empfindliche oder eher trockene Haut wird es zur echten Belastungsprobe. Die Tatsache, dass in den Wintermonaten die Zellregeneration ohnehin reduziert ist, facht den Prozess zusätzlich an. Abgestorbene Hautschuppen werden nicht mehr ohne Weiteres abgeschilfert, die Haut erscheint fahl und grau. Alterungsprozesse werden leichter sichtbar. Patienten mit Hautkrankheiten wie Ekzemen oder Neurodermitis klagen in der kalten Jahreszeit über zunehmende Beschwerden.

Hautbarriere stärken

Um Winter-Defizite auszugleichen und den Hydrolipidfilm zu stärken, sollten Pflegecremes einen höheren Lipidanteil enthalten, ohne auf ausreichend Feuchthaltefaktoren zu verzichten. Wintercremes ähneln daher Hautcremes, wie man sie für trockene oder sehr trockene Haut kennt. So empfehlen sich etwa Wasser-in-Öl-Emulsionen, denen Jojoba-, Weizenkeim-, Nachtkerzen-, Traubenkern- oder Borretschöl, Sheabutter, Phospholipide oder Ceramide zugesetzt sind (wie La Roche-Posay Nutritic Intense). Als Natural Moisturizing Factor versehen Hyaluronsäure, Harnstoff, Kollagen, Glycerol oder Milchsäure ihren Dienst (wie Eucerin® Hyal-Urea, Eucerin® Hautglättende Gesichtscreme 5 % Urea).

Make-up oder BB-Cremes können die Haut zusätzlich schützen, wenn die richtige Grundlage gewählt wurde. Sie werden nach der Tagescreme oder einem Primer aufgetragen. Primer gleichen kleine Makel der Haut aus und sorgen für eine längere Haltbarkeit des Make-ups. Ein Hauch von transparentem Puder mattiert glänzende Hautstellen und sorgt dafür, dass das Make-up nicht auf die Kleidung abfärbt.

Reine Feuchtigkeitscremes im Winter sollten nur bei zu Akne neigender Haut verwendet werden. Reine Fettcremes wiederum verstopfen die Poren. Eine Ausnahme: längere Aufenthalte bei eisigen Temperaturen im Freien oder beim Wintersport. Hier können lipidreiche Kälteschutzcremes oder Lipogele (wie Excipial® Mandelölsalbe, Weleda Calendula Wind- und Wetterbalsam) die Haut vor Erfrierungen schützen. Diese aber in warmen Räumen wieder entfernen, um einen Wärmestau zu vermeiden.

 

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