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Corona-Impfung

Wieso vor allem junge Frauen profitieren

Geschlecht spielt eine Rolle beim Impfschutz

Geschlecht spielt eine Rolle beim Impfschutz

Die weiblichen Probandinnen, allen voran diejenigen unter 65 Jahren, bildeten generell mehr SARS-CoV-2-Antikörper als die männlichen. Dies könne am weiblichen Sexualhormon Estrogen liegen, so die Theorie der Forscherinnen und Forscher. Es verstärke die Immunantwort, wohingegen Testosteron diese abschwäche. Des Weiteren säßen bestimmte Immungene vermehrt auf dem X-Chromosom, von dem Frauen im Gegensatz zu Männern gleich zwei besitzen. Dennoch fielen auch bei den Frauen die Antikörpertiter von den Höchstwerten innerhalb von sechs Monaten um mehr als die Hälfte ab.

Die Konsequenz: Auch wenn Frauen unter 65 Jahren tendenziell besser durch eine Impfung geschützt sind, bleiben Auffrischimpfungen notwendig. Sie sorgen wieder für ein ausreichend hohes Antikörperlevel, um mit einer hohen Sicherheit vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen.

 

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