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Schwitzen
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Wie wir an heißen Tagen frisch bleiben

Müffelnde Achselhöhlen und Shirts, die am Rücken kleben: Schwitzen finden viele lästig, obwohl es quasi die Klimaanlage des Körpers ist. Was dabei hilft, an heißen Tagen nicht zu zerfließen.
AutorKontaktdpa
Datum 18.06.2026  12:00 Uhr

Was ist der Unterschied zwischen Deodorants und Antitranspirants?

Rollern, sprühen oder schmieren für mehr Frische: Die Auswahl an Deos und Antitranspirants ist groß. Während Deodorants die Bakteriendichte auf der Haut reduzieren und Gerüche mit Duftstoffen überdecken, hemmen Antitranspirants das Schwitzen selbst. »Sie enthalten Aluminiumsalze, die die Schweißdrüsen verengen, sodass weniger Schweiß auf die Haut abgegeben wird«, sagt Silke Hofmann, die am Helios Universitätsklinikum Wuppertal tätig ist.

Die beste Wirkung erziele man, indem man die Produkte abends auf die gereinigte, trockene Haut aufträgt. In der Nacht sind die Schweißdrüsen nämlich weniger aktiv, die Inhaltsstoffe können besser einziehen. Wichtig dabei: nur Produkte zu nutzen, die dem eigenen Hauttyp entsprechen, sonst kann es in den Achselhöhlen ordentlich brennen. »Für Menschen mit sensibler Haut oder auch nach der Rasur empfehlen wir, keine Produkte mit Alkohol oder Aluminiumchlorid zu verwenden, weil das die Haut zusätzlich reizen kann«, so Hofmann.

Während früher häufiger vor aluminiumhaltigen Produkten gewarnt wurde, sind Fachleute heute gelassener. »Neue Studien haben gezeigt, dass die Aufnahme des Aluminiums in den Körper so gering ist, dass es nicht als schädlich anzusehen ist. Lediglich bei einer beschädigten Hautbarriere sollte man vorsichtig sein«, ordnet die Dermatologin ein.

Abkühlen, frisch bleiben, weniger schwitzen – was hilft?

Wer schwitzt, greift oft instinktiv zum eiskalten Getränk. Aber nicht immer ist das die beste Wahl. »Kalte Getränke aktivieren die Kälterezeptoren im Magen. Der Körper denkt, er unterkühlt gerade und stellt die Schweißproduktion ein«, sagt Ralf Brandes. Das hilft zwar kurzfristig, führt aber auch dazu, dass der Körper seine Maßnahmen zur Temperaturabgabe im Anschluss umso schneller und stärker ankurbeln muss. Wenn wir Pech haben, schwitzen wir dann sogar noch mehr.

Anders als ein Kaltgetränk kann der Sprung in den Badesee den Körper tatsächlich abkühlen. »Große Mengen an Wasser entziehen dem Körper viel mehr Wärme als die Luft. Im Wasser kühlen wir deshalb schneller aus«, erklärt Brandes.

Wer nicht ins Wasser springen kann, der sollte an heißen Tagen darauf achten, die Luft zu Hause trocken zu halten. Nasse Handtücher im Wohnraum kühlen zwar den Raum, steigern aber gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit und machen die Hitze unangenehmer, sagt Ralf Brandes.

Auch Material und Passform der Kleidung können den Unterschied machen: Statt engen Schnitten und Kunstfasern eignen sich luftige Stücke aus Naturstoffen wie Leinen, dünner Baumwolle, Seide und Merinowolle besser. Sie leiten den Schweiß von der Haut weg, sind angenehm zu tragen und wirken der Geruchsentwicklung entgegen, wie Silke Hofmann zusammenfasst.

Auch Hausmittel wie Salbeitee können helfen, das Schwitzen zu reduzieren. Salbei verengt nämlich die Schweißdrüsen. »Der Effekt ist aber nicht besonders stark«, schränkt Hofmann ein.

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