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Stiftung Warentest

Wie gut ist Sonnenschutz aus der Apotheke?

Diskussion um Octocrylen

Acht der nun geprüften Sonnenschutzmittel enthalten Octocrylen. Der chemische UV-Filter stand erst kürzlich wieder in der Kritik, da mit der Zeit als Abbauprodukt Benzophenon entsteht, das wiederum unter Verdacht steht, krebserregend zu sein und als endokriner Disruptor zu wirken. Stiftung Warentest untersuchte die acht Produkte daher auf das Vorhandensein des Abbauprodukts Benzophenon, nachdem sie mehrere Tage bei 40 °C gelagert wurden. »Eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Verbraucher ist durch die Produkte nicht zu erwarten«, bewertete das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Ergebnisse.

Vor Kurzem betonte auch die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), dass der Nutzen eines Sonnenschutzes überwiege, man jedoch nicht mehr die Produkte vom Vorjahr verwenden sollte. »Dem eher hypothetischen Risiko von Benzophenon steht aber ein echtes und durch Studien belegtes Risiko gegenüber, durch zu viel UV-Strahlung an Hautkrebs zu erkranken«, so die DDG.

Wer dennoch Produkte ohne Octocrylen bevorzugt, wird auch in der Apotheke fündig: Beispielsweise die »Eau Thermale Sonnenmilch« von Avène und die »Oil Control Dry Touch Sun Gel-Creme« von Eucerin sind bei sehr guter Sonnenschutzwirkung frei von diesem UV-Filter.

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