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Demenzpatienten
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Wie die Mundpflege besser gelingt

Mund- und Zahnpflege sind heikle Themen, gerade bei Menschen mit Pflegebedarf und Demenz. Sie haben im Schnitt eine deutlich schlechtere Mundgesundheit als nicht pflegebedürftige Menschen. Wie erkennt man Defizite und wie gelingt eine gute Zahnpflege?
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 30.05.2024  07:00 Uhr

Mundpflege mit Fingerspitzengefühl

Brauchen die Patienten mehr Hilfe oder muss eine Pflegekraft die Mundpflege übernehmen, ist es wichtig, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und alle Maßnahmen einzeln schrittweise anzukündigen. Fingerspitzengefühl, Wertschätzung und Empathie für den Betroffenen wirken entspannend. Das ist besonders wichtig bei ablehnendem Verhalten.

Auch hier sollten die Pflegenden zunächst nach vermeintlich banalen Ursachen fahnden: Vielleicht fehlen Brille oder Hörgerät, ist das Stehen am Waschbecken zu mühsam, löst ein Vergrößerungsspiegel oder das Schäumen der Zahnpasta Angst aus, ist das Wasser zu heiß oder zu kalt und schmerzt daher.

Wehrt sich die zu pflegende Person anhaltend gegen die Maßnahmen, könnten Gesten und Pantomime zu einem besseren Verständnis führen und damit die subjektiv empfundene Bedrohlichkeit der Situation senken, heißt es auf der Lernplattform »Mundgesundheit in der Pflege«. Hier gibt es zahlreiche Ratschläge, wie heikle Situationen entschärft und für Pflegende und Pflegepersonen gelöst werden können. Vertiefte Informationen liefert der Expertenstandard zur Förderung der Mundgesundheit (Stand Januar 2023) des Deutschen Netzwerkes zur Qualitätsentwicklung in der Pflege.

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