| Christina Hohmann-Jeddi |
| 21.04.2026 12:00 Uhr |
Ein weiterer Trend ist die Vereinfachungen – nach dem Motto »Keep it simple, stupid«. Ein Beispiel seien selbstauslösende Dosieraerosole. Bei diesen löse das System erst dann die Aerosolbildung aus, wenn der Patient auch wirklich einatmet.
Die meisten Hersteller hätten inzwischen auch digitale Inhaler entwickelt, die ein patientenindividuelles Feedback zur Inhalationstechnik geben, Daten in eine App speichern und damit auch ein Adhärenz-Monitoring erlauben. Diese sehe man aus Kostengründen aber selten im Markt.
Der Vereinfachung dienten auch »clevere Kombinationstherapien«, bei denen sich zwei oder mehr Wirkstoffe in einem Device befinden. Bei diesen müsse die Formulierung so ausgerichtet sein, dass für mehrere Wirkstoffe sichergestellt ist, dass sie in die Lunge gelangen, betonte die Pharmazeutin.
Auch auf die Nachhaltigkeit wird geachtet. So stehe derzeit wieder ein Wechsel der Treibmittel in Dosieraerosolen an. Schon seit Langem habe die Industrie von den ozonabbauenden FCKW auf Hydrofluoralkane (HFA) umgestellt, die allerdings den Treibhauseffekt verstärken. Daher setzten die Hersteller jetzt zunehmend auf zwei Treibmittel, die ein geringes Treibhauspotenzial haben: HFA152a und HFO-1234ze(E). Letzteres ist erstmals in den Kombinationspräparaten Trixeo Aerosphere® und Riltrava Aerosphere® von Astra-Zeneca enthalten.