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Adler, Brunnen, Paracelsus
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Wie Apotheken zu ihren Namen kamen

Auch wenn uns ihre Bilder- und Symbolwelt inzwischen fremd geworden ist: Apothekenwahrzeichen bleiben Eyecatcher. Ihre Geschichte begann zwar im Spätmittelalter, frei wählbar waren die Eigenamen jedoch erst viel später.  
AutorKontaktAnne Roestel
Datum 17.04.2026  18:00 Uhr

Sammlung von Apothekenwahrzeichen

Das Deutsche Apotheken-Museum in Heidelberg besitzt die weltweit umfangreichste Sammlung von historischen Apothekenwahrzeichen. Die ältesten dieser Sammlung sind bemalte Holzschilder. So beispielsweise das Schild der Stadtapotheke Füssen aus dem Jahr 1696, welches zugleich eine Ausnahme bildet. Das Schild zeigt zwar einen Pelikan, aber die Apotheke heißt nicht »Zum Pelikan«, sondern es handelt sich um eine Stadtapotheke. In diesem Fall ist der Pelikan das Familienwappen des aus Norddeutschland zugezogenen Apothekers.

Vollplastische Wahrzeichen sind beispielsweise der prächtige Löwe der Mannheimer Löwen-Apotheke, der Kriegselefant der traditionsreichen Regensburger Elefanten-Apotheke oder der goldene Hirsch der Heidelberger Hirsch-Apotheke. Auch wenn uns die Bilder- und Symbolwelt vergangener Jahrhunderte fremd geworden ist: Apothekenwahrzeichen üben bis heute ihre Faszination auf Betrachterinnen und Betrachter aus.

Apothekenschild der Stadtapotheke Füssen, 1696 / © Deutsche Apotheken Museum-Stiftung
Emblem der Elefanten-Apotheke Regensburg, 19. Jahrhundert / © Deutsche Apotheken Museum-Stiftung
Wahrzeichen der Hirsch-Apotheke Heidelberg, 19. Jahrhundert / © Deutsche Apotheken Museum-Stiftung
Wahrzeichen der Löwen-Apotheke Mannheim, 18. Jahrhundert / © Deutsche Apotheken Museum-Stiftung
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