Aus den Ergebnissen leiten die Forschenden Konsequenzen für die Prävention von Schlaganfällen ab. Die Präventionsstrategien seien zu stark auf Hochrisikopatienten ausgerichtet, sagt Feigin in einer Pressemitteilung der Oxford University Press. »Selbst im besten Fall verhindert die Behandlung von Hochrisikopersonen nur etwa 11 Prozent der Schlaganfälle und Herzinfarkte, da etwa 80 Prozent der Schlaganfälle bei Personen auftreten, die als niedriges oder mittleres Risiko eingestuft werden.«
Stattdessen sollten Präventionsmaßnahmen eingeführt werden, die Menschen auf jedem Risikoniveau erreichen. Feigin schlägt vor, bevölkerungsweite Maßnahmen zu entwickeln – beispielsweise den Salzgehalt in Lebensmitteln zu reduzieren und Steuern auf zuckerhaltige Getränke einzuführen. »Wir brauchen eine Strategie, die alle mit auch nur einem erhöhten Risikofaktor behandelt, nicht nur diejenigen, die eine Hochrisikogrenze überschreiten. Andernfalls steuern wir auf eine Krise zu, die Gesundheitssysteme schwer bewältigen werden.«