| Laura Rudolph |
| 23.04.2026 15:30 Uhr |
Ein zentraler Punkt einer rationalen Antibiotikabehandlung ist neben der Wahl des Arzneistoffs auch die Therapiedauer. Für leichte und mittelschwere Pneumonien reichen in der Regel fünf Tage aus, sofern der Patient über mindestens 48 Stunden klinisch stabil ist. Bei schweren Verläufen wird eine siebentägige Therapie empfohlen. Längere Behandlungen sind klaren Ausnahmen wie einem Lungenabszess vorbehalten.
Was die Therapie häufig erschwert: Rund jeder fünfte Patient gibt laut Kodde an, an einer Penicillinallergie zu leiden. »Dann müssen vermehrt Breitbandantibiotika eingesetzt werden, was wiederum Resistenzen fördert«, so die Ärztin. Hinzu komme, dass nur bei einem Bruchteil der Patienten, die angeben, eine Penicillinallergie zu haben, auch tatsächlich eine vorliegt. Daher sei es sinnvoll, diese vermeindliche Allergie zu hinterfragen und abzuklären.