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DMEA 2026
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Was wichtig bei der Innovationsförderung ist

Motivation ist alles. Das war die zentrale Botschaft des Panels »Von der Forschung zum Geschäftsmodell: Wie Innovationen marktfähig werden« am letzten Tag der Messe DMEA in Berlin. Im Gespräch ging es um die Finanzierung innovativer Ideen und deren Einführung in den Markt.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 23.04.2026  13:15 Uhr

Wichtige Kriterien für Innovationen

Ein entscheidender Faktor bei einem Investment ist der sogenannte Product-Market-Fit (PMF), also die Frage, ob ein Produkt die Bedürfnisse der Kunden optimal erfüllt. Dies machte Agnes Uhr deutlich. Um es plakativ auszudrücken: Es geht darum, ob jemand das Produkt kaufen möchte oder nicht. »Es handelt sich manchmal um klasse und evidenzbasierte Ideen, die wir aber als Exoten empfinden«, sagte sie mit Blick auf Nischenlösungen und -produkte. Auch die Geschwindigkeit, mit der das Produkt auf dem Markt eingeführt werden kann, spielt für die Vertreterin von Bertelsmann Healthcare Investments eine große Rolle.

Für Philipp Stoffers ist das menschzentrierte Design, auch Human-Centered Design genannt, wichtig. Dabei handelt es sich um einen Ansatz zur Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen, bei dem die Bedürfnisse und Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer im Mittelpunkt stehen. Deshalb ist es laut Stoffers wichtig, zunächst das Problem zu definieren und dann die Lösung beziehungsweise das Produkt zu entwickeln.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Stoffers und Weber ist die Kooperation zwischen Praxis und Forschung. Je mehr Kooperationen mit Praxispartnerinnen und -partnern man habe, desto besser könne man den Markt verstehen, sagte Stoffers. Auch Weber hält es für sinnvoll, dass beispielsweise Mediziner mit IT-Teams zusammenarbeiten, um bessere Lösungen zu entwickeln. Die Zusammenarbeit sollte »möglichst früh« beginnen. Auch an regulatorische Hürden sollte frühzeitig gedacht werden. »Ansonsten verliert man Geld und Zeit.«

Interdisziplinäres Arbeiten ist auch für Hampe notwendig. »Dann entstehen die Ideen irgendwie von allein.« Eine Möglichkeit hierfür könnte eine Summerschool sein, wie sie die Universität Dresden organisiert und bei der Menschen aus unterschiedlichen Fakultäten zusammenkommen.

Finanzierung und Matching mit Investoren  

Für Weber ist es von Anfang an wichtig zu wissen, wer für die Idee bezahlt oder wie das Produkt refinanziert wird, beispielsweise über Krankenkassen oder Patientinnen und Patienten. In Bonn versucht die Universität, schnell ein Matching zwischen Forscher- und Investorenteams zu organisieren. Dabei ist auch das Feedback der Investorinnen und Investoren an das junge Forscherteam von großer Bedeutung.

Auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) wird über ein Funding in der Frühphase von Start-ups diskutiert. Somit könnte sich die Finanzierung einfacher gestalten und die Teams könnten sich direkt kennenlernen. »Es muss auch auf persönlicher Ebene funktionieren«, bekräftigte Weber. Auch Stoffers findet ein forciertes Matchmaking schwierig. »Wir sind sehr frühzeitig dabei, damit die Teams organisch wachsen können.«

Uhr bekräftigte, dass das Team eine wichtige Rolle bei der Entscheidung über die Finanzierung des Projekts spielt. »Wir schauen uns das Team sehr genau an: Wie sind sie angestellt, haben sie Führungsqualitäten und wie motiviert sind sie?«, sagte sie. Auch ihre Resilienz spielt für Uhr eine Rolle. »Die muss man im Gesundheitswesen haben, da sich die Regelungen ständig ändern.« Entscheidend sei schließlich nicht, alles in der Theorie bis ins kleinste Detail zu kennen oder zu verstehen, sondern eine Passion dafür zu haben und das Produkt schnell auf den Markt bringen zu wollen.

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